“Freiheitsliga”: Ein Söldner packt aus

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Volodymyr Grotskov.

  • Parallel zur Fotografie einer Sieben-Mann-Gruppe der “Freiheitsliga für Russland” lässt die Ukraine einen 48-jährigen Russen reden, der 2014 auf ukrainischer Seite schon an der damaligen Schlacht um Donezk teilnahm.
  • Es handelt sich um Volodymyr Grotskov. Auch von ihm gibt die ukrainische Führung ein Bild frei. Der kräftige Grotskov steht am Rand eines Getreidefeldes südlich von Izjum und hält seine Kalaschnikow auf beiden Armen. Er trägt den Kampfanzug der ukrainischen Streitkräfte und keinen Helm.
  • Vor allem aber zeigt er offen sein Gesicht – im Gegensatz zur Gruppe von der Izjum-Front, die sich mehr oder weniger wirksam verhüllt.

Die Izjum-Gruppe mit der weiss-blau-weissen Fahne der “Freiheitsliga für Russland”.

  • Volodymyr Grotskov stammt aus Kandalaksha, einer Kleinstadt im Oblast Murmansk.
  • Nach der Krim-Annexion vom 18. März 2014 zog der gelernte Elektro-Ingenier von der Arktis in die Ukraine, um gegen Putin zu kämpfen. Die Ukrainer integrierten den Russen in ihre Streitkräfte, die die Oblaste Lugansk und Donezk zu halten suchten. Grotskov erlebte und überlebte in ukrainischen Diensten die gesamte Hauptschlacht, den Kampf um den Oblast-Kapitale Donezk.
  • Er blieb in der Ukraine und schloss sich jetzt der “Freiheitsliga für Russland” an. Die Familie, aus der er stammt, lebt in der Nähe von Murmansk. Grotskov hat keine Bedenken, dass er seine Angehörigen gefährdet. Es sei ohnehin bekannt, dass er gegen das Putin-Regime Krieg führe.
  • Grotskov ruft wehrfähige Russen auf, sich der “Freiheitsliga” anzuschliessen: “Kerle von Russland! Wenn ihr Putins Regime hasst und ein freies Russland wollt, kommt zu uns!” Grotskov ist stolz darauf, dass er dazu beitrug, Kiew zu verteidigen und die Russen zu vertreiben: “Ich fühle mich hier gut, es ist wie mein Zuhause, meine Freunde sind da, ich liebe die Ukraine und werde immer für sie kämpfen.”