Fernwaffen auf Lemberg – M777-Munition zerschlagen

Standard

 

 

Verschlungen sind die Wege in der westlichen Ukraine. Jetzt trafen russische Fernwaffen erneut ein NATO-Lager bei Lemberg, unweit der Grenze zu Polen. Von dort kommen viele Rüstunsgüter kommen.

  • Zunehmend zerschlagen die Russen mit ihren Fernwaffen Iskander und Kalibr den NATO-Nachschub an Artilleriewaffen und -Munition. Derzeit sind die gezogenen 155-mm-Feldhaubitzen M77 und die Mehrfachraketenwerfer M142 HIMARS und M-270 in aller Experten Mund. Umso heftiger erregen Volltreffer auf Geschütz- oder Granatenlager Aufsehen.
  • Am britischen TV-Sender Sky, der militärisch der BBC den Rang abläuft, gab Professor Michael Clarke am 15. Juni 2022 seiner Besorgnis über die wachsende Zahl russischer Präzisionstreffer Ausdruck: “Es ist schon erstaunlich! Die Russen wissen immer genauer, wo die Ukrainer den NATO-Nachschub auf dem Weg zur Front verstecken. Fast jeden Tag zerstören Langstreckenwaffen wertvolle Rüstungsgüter.”

Professor Clarke: Erstaunt über die Präzision, mit der russische Fernwaffen NATO-Lager zerschlagen.

Speznaz klären auf

  • Vor dem Krieg verfügte das russische Heer über acht Spezialkräfte-Brigaden und ein selbständiges Speznaz-Regiment. Zur Invasion am 24. Februar 2022 wählte der Generalstab einen viel zu schwachen Kräfteansatz. Er verliess sich auf Speznaz und die Luftwaffe, die am Himmel die Überlegenheit nicht erlangte. Die Spezialkräfte erlitten vor Kiew schwere Verluste. Der Aderlass an gut trainierten, motivierten Operators traf Russland empfindlich.
  • Dennoch richteten kleine, mobile Speznaz-Einheiten in der westlichen Ukraine früh Schaden an. Als die NATO begann, auch schwere Artilleriewaffen zu liefern, waren die Operators in Orten wie Lemberg, Riwne, Ternopil, Iwano-Frankisk und Czernowitz am richtigen Ort präsent.
  • Sie klären NATO-Transporte auf, melden günstige Zeiten für Fernangriffe und beobachten die Wirkung im Ziel. Auch wenn die Westukraine im Gegensatz etwa zur Krim oder zum Donbass grossmehrheitlich von ukrainischstämmigen Menschen bewohnt wird, finden die Speznaz immer wieder Quellen und Unterschlupf bei vereinzelten russischstämmigen Ukrainern.
  • Der Raum um die alte k.und k.-Stadt Lemberg (ukrainisch Lwiw) dient als bedeutender Umschlagplatz für NATO-Waffen und die entsprechende Munition.

Siehe auch > Raketenangriff auf Lemberg, sechs Tote und BISS – Iskander und Kalibr: präzis … oder nicht?