F-35 für Emirate – Platzt der Deal?

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  • Seit einiger Zeit hängt der Verkauf von F-35-Kampfjets an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in der Luft. 2020 bewilligten die USA den Deal über 50 F-35A und 18 Kampfdrohnen MQ-9B-Reaper.
  • Das Paket im Wert von 23,3 Milliarden $ gilt selbst im arabischen und amerikanischen Massstab als grosses, gewichtiges Geschäft. Jetzt berichtet die deutsche “Flugrevue” von erheblichen Reibereien zwischen den VAE und den Vereinigten Staaten. Offenbar steckt Wüstensand im Getriebe.

 

Lockheed Martin F-35A

Doch keine F-35 für die Emirate?

Nach langen Diskussionen genehmigten die USA Ende 2020 den Verkauf von 50 Lockheed Martin F-35A an die Vereinigten Arabischen Emirate. Doch nun scheint der Deal zu platzen – weil die VAE sich durch von den USA gestellte Bedingungen gegängelt sehen.

  • Es war einer der letzten Beschlüsse der Regierung Trump, bevor sie das Zepter an die neu gewählten Machthaber in Washington abgeben musste: Ende 2020 vereinbarten das Pentagon und die VAE ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft, das für die Emirate den Kauf von 50 F-35A sowie 18 MQ-9B Reaper-Drohnen inklusive passender Bewaffnung vorsah.
  • Ein solches Paket, beziffert mit einem Gesamtwert von 23,3 Milliarden US-Dollar, wäre vor nicht allzu langer Zeit noch undenkbar gewesen – galt für die USA doch bei Rüstungsgeschäften in Nahost stets die Prämisse, die Vormachtstellung Israels in der Region nicht zu gefährden.
  • Die rasant vorangetriebene Entspannung zwischen den einst verfeindeten Nachbarstaaten, gekrönt durch einen Friedensvertrag im Oktober 2020, machte den Verkauf von F-35 in die Emirate plötzlich möglich, wenngleich die Israelis für sich weiter die technologische Führung beanspruchen, was den Ausrüstungsstand der Stealth Fighter betrifft.