F-35 bewährt sich auch in der Luftpolizei

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F-35-Landung in Estland.

Auf der Ämeri Air Base.

Zum endlosen Katalog der F-35-Feinde gehört das Scheinargument, der Jet der 5. Generation tauge nicht für den Luftpolizei-Dienst. Die neue Ausgabe des spannenden Aviatikmagazins “SkyNews” belehrt sie eines Besseres. Soeben bewährten sich vier F-35A der italienischen Luftwaffe im NATO-Luftpolizei-Auftrag “BALTIC EAGLE II”, im Schutz des baltischen Luftraums.

  • Die italienischen Piloten operierten vom Stützpunkt Ämari in Nord-Estland aus. Sie waren ein halbes Jahr ununterbrochen im Luftpolizei-Dienst und erfüllten die NATO-Anforderungen zu 100%. Oberst Vincenzo Sirico, der Kommandant, hielt fest, die F-35 hätten die Bewährungsprobe mit Bravour bestanden.
  • Die Aeronautica Militare Italiana erfüllte den baltischen Luftpolizei-Auftrag schon 2018. Damals setzte sie den 36° Stormo mit Eurofightern ein. Diesmal erging der Befehl an 32° Stormo, der vier Maschinen seines 13° Gruppo nach Estland verlegte. Oberst Sirico stellte den eingesetzten F-35 auch zur Zuverlässigkeit und Logistik ein vorzügliches Zeugnis aus.

Fast 90% aller Alarmstarts gegen Russen

Unablässig fordert die russische Luftwaffe im Baltikum die NATO-Abwehr heraus:

  • 2020 gingen rund 350 der 400 Alarmstarts auf das Konto der Russen. Manchmal entstammte ihre Gegner der Suchoi-Flanker-Familie. Am 29. Juli 2021 wieder identifizierten sie zwei Ilyushin-22 Mute, einen Su-24 Fencer und eine Transportmaschine Ilyushin-76 Candid – das ist das Flugzeug, das in Pskow nahe der lettischen Grenze für die gefürchtete 76. Garde-Division des russischen Luftlandekorps bereit steht.
  • Entgegen der Regeln hatten die Russen für ihre Routen keine Flugpläne angegeben; ebenso schalteten sie ihre Transponder aus.

Und da wollte PSG den M-346 anschaffen!

Warum ist die Konfrontation mit den russischen Flugzeugen auch für die Schweiz nicht ganz unerheblich?

  • Auf einer Italien-Reise propagierte Priska Seiler Graf (PSG) doch allen Ernstes den Trainer M-346 als neues Schweizer Kampfflugzeug. Das genüge doch für die Luftpolizei, den Auftrag unserer Luftwaffe.
  • Und nun – entsandte die Aeronautica Militare Italiana den M-346 nach Estland? Ein Lacherfolg! Die Italiener führten das beste Flugzeug, das sie haben, den F-35, in den Ernstfall-Einsatz. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, den Il-22 oder den Su-35 den M-346 entgegenzustellen – bei dem es sich, Ironie der Geschichte, um den Nachbau des russischen Uralt-Typs Yakovlev-130 handelt.

Avanti dilettanti!

Einmal mehr entlarvt die Fachwelt die selbsternannten Zürcher “Top-Aviatikerinnen” Seiler Graf und Marionna Schlatter als Dilettantinnen. Avanti dilettanti! 

Bitter ist nur, dass das der Schweizer Medien-Mainstream nicht wahrnimmt – oder nicht wahrnehmen will/darf. Man wird uns am Fernsehen PSG noch am F-35-Abstimmungssonntag gross präsentieren, wie immer der Urnengang ausgeht.

Die GSoA, SP- und GP-Politikerinnen schiessen Bock über Bock. Aber links der Mitte kommen sie ungestraft davon.

PS. Schon 2020 bewährten sich sechs italienische F-35A im “ICELANDIC AIR POLICING” gemäss NATO-Beurteilung zu 100%. Zum Schutz des isländischen Luftraums operierten sie erfolgreich von der Keflavik Air Base aus. Nur nahm das in der Schweiz kaum jemand zur Kenntnis. 

F-35A in Estland.

Start in Ämeri. Hinten der estnische Wald, der terrestrisch einen gewissen Schutz bieten soll.