F-15E wirft Bunkerbrecher – und trifft

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Auf der Eglin Airbase, Florida, erprobte die 40th Flight Test Squadron der US Air Force erfolgreich den neuen Bunkerbrecher GBU-72 5K Penetrator. Die Gewaltbombe wiegt 2‘270 Kilogramm und ist somit erheblich schwerer als die gebräuchliche GBU-28.

Die GBU-72 soll Bunker mit mehreren Stockwerken knacken, wie dies in iranischen Atomanlagen wie Qom oder Fordo der Fall ist.

In Eglin ging es darum, die Waffe problemlos vom Flugzeug, dem F-15E Strike Eagle, zu lösen, zu stabilisieren und ins Ziel zu steuern. All das gelang.

Grosses Interesse in Israel

Im Hinblick auf den potentiellen Angriff gegen Irans Atomrüstung braucht Israels Luftwaffe dringend bunkerbrechende Bomben. Sie muss zentrale Anlagen komplett unbrauchbar machen. Iran hat wichtige Einrichtungen wie Qom oder Fordo tief verbunkert.

Israel hat amerikanische GBU-Munition, beobachtet aber die Erprobung der GBU-72 genau.

In der israelischen Führung herrscht Konsens: Aus der Luft lassen sich Irans Anlagen nicht so zerstören, dass die gegnerische Atomrüstung für lange Zeit ausgeschaltet wird. Luftlandungen vor allem von Spezialkräften werden nötig. In der Luftwaffe bereit sich vor allem die Sondereinheit Shaldag auf Iran vor.

Die Shaldag-Operators zählen in der anspruchsvollen Welt der israelischen Special Forces zu den Besten. In Iran käme ihnen die enge Verzahnung und Kooperation in der Luftwaffe zugute. Sie trainieren das Aufbrechen von Bunkern, insbesondere Bunkerwänden, systematisch. Iran hat seine Bunkertüren Schweizer Vorbildern nachgebaut.

Um eine tiefbekunkerte Anlage wie Qom total unbrauchbar zu machen, rechnet der Generalstab in Tel Aviv mit acht Stunden. Während dieser Zeit müssen die Spezialkräfte die Anlage halten. Ein Generalmajor sagt: „Unser schlimmster Horror wären Bilder von einem unserer Piloten, den die Iraner gefangen durch Teheran zerren.“ Die Szenen vom amerikanischen Black-Hawk-Flieger von Mogadishu 1993 haben sich auch im Orient tief ins Gedächtnis eingegraben.