Einheit 29155 — Putins schärfste Waffe aufgedeckt

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In Salisbury suchten der russische Oberst Chepiga und sein Spiessgeselle Mishkin den Überläufer Skripal und dessen Tochter zu vergiften.

In Bulgarien trachteten russische Agenten dem Waffenhändler Gebrev nach dem Leben. In Montenegro planten sie den Umsturz — der kleine Balkanstaat sollte nicht der NATO beitreten.

In London zogen Killer den ex-Spion Litvinenko aus dem Verkehr.

Amerikanische Quellen schreiben die genannten und andere Verbrechen einer Top-Einheit des russischen Armee-Geheimdienstes GRU mit dem Code 29155 zu. Ihr Chef sei General Andrej Averyanov, ihr Schutzpatron und Aufraggeber der ex-KGB-Agent Putin.

Angesiedelt im GRU

In der Einheit 29155 dienten in aller Regel kriegserprobte Elite-Offiziere, die sich im Ersten und Zweiten Tschetschenienkrieg bewährt hatten. Ihr Kommando sei im GRU-Hauptquartier östlich von Moskau angesiedelt.

Die amerikanischen Quellen nennen selbst westliche Waffen der Einheit 29155:

  • FN-30, Belgien
  • Steyr AUG, Österreich
  • G3A3, Deutschland
  • M16, USA

Schutzpatron Putin

Selten lüftet Russland den Schleier über Einheiten, die nach der Gerassimov-Doktrin von 2013 den hybriden Krieg gegen westliche Nationen führen. Einmal zeichnete Präsident Putin drei Gruppen für „hervorragende militärische Leistungen“ aus. Es waren dies:

  • Einheit 74555, Eingreifen in den amerikanischen Wahlkampf 2016, gegen die Kandidatur Clinton.
  • Einheit 99450, Besetzung der Halbinsel Krim 2014 mit anschliessender Annexion.
  • Einheit 29155.

Licence to kill

Aufsehen erregt die amerikanische Enthüllung eines Putin-Erlasses, welcher der Einheit 29155 ausdrücklich Morde im Ausland gestattet — die „licence to kill“, einschlägig bekannt aus anderem Kontext.