Eindringliche Klage eines Truckers

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Lastwagen tragen entscheidend zur Versorgungssicherheit bei.

Der ehemalige Bankier und Milizoffizier Hermann Graf hat ein a.o. Hobby: Er ist Lastwagenfahrer – Trucker, wie er selbst sagt. Mithin kennt er die Trucker-Szene und den politischen Druck auf das Transportgewerbe aus eigener Anschauung. Im Hinblick auf neue Schikanen alarmiert er eindringlich. Im Wortlaut:

  • “Siehe die Lkw-Berufsfahrer, unabdingbar für die Landesversorgung in unserem Lande, denen es mehr und mehr ablöscht, stundenweise im Stau zu stehen und am Ziel wegen der Verspätung dann noch getadelt zu werden – und kündigen. Die Gründe sind hinlänglich bekannt: Strassenbau seit 1969 ausgeblieben, Ein- und Zuwanderer und mehr und mehr Fahrzeuge.
  • In Europa fehlen über 350’000 Lkw-Fahrer. Und wer versorgt uns irgendwann?
  • Und nun noch ab dem 1. Januar 2022 das Verbot, das Wochenende und die gesetzlichen Ruhezeiten im Lkw zu verbringen und, und, und.
  • Derweil auf den Parkplätzen zum Beispiel in Deutschland zunehmend die Ladungen gestohlen werden durch Aufschlitzen der Planen von Banden mit bis zu 50 Personen! Also muss der Fahrer an Bord sein mit der nötigen (warmen) Infrastruktur und ausreichenden Parkmöglichkeiten in Europa und in der Schweiz.”

Der Hilferuf kommt spürbar von einem Trucker, der mit der Situation à fond vertraut ist. An einem der letzten Wochenenden fuhren wir am Sonntagmorgen auf der Autobahn von Luzern an den Bodensee. Wir passierten mehrere Rastplätze, auf denen viele Lastwagen standen – im Wissen, dass die Ladungen sicher waren, weil die Chauffeure in den Camions wachten.

Und nun Hermi Grafs Mitteilung! Sollen denn die Fahrer ihre Wagen unbewacht den Banden überlassen?