Editorial — Kampfjet-Gegner schiessen sich ein

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Die Sticheleien gegen Bundesrätin Viola Amherds 6-Millionen-Vorhaben für das neue Kampfflugzeug erinnern bitter an die Medien-Kampagne von 2014 gegen den Gripen. Der Verbund der SRG-Lautsprecher mit den TA-Medien schiesst sich langsam, aber sicher auf den Milliardenkredit ein.

Kluger Plan

Nur muss es diesmal nicht so schief laufen wie im Mai 2014. Damals reichte das Lager der Gripen-Gegner tief in die Reihen der Armee hinein, selbst in der Luftwaffe. Der Flugzeug-Typ stiess auf Ablehnung. Worte können töten — das Schimpfwort „Papierflieger“ erzielte verheerende Wirkung.

Mit der Idee, den Typenentscheid erst nach der Kreditvorlage zu fällen, will das VBS das Gripen-Debakel vermeiden. Damit dieser Plan gelingt, muss die Armasuisse in ihrer Evaluation absolut dicht halten — zu 100%. Gerüchte über den „Sieg“ oder „Vorsprung“ des einen oder anderen Jets führen sofort zu Nein-Stimmen.

Wenige „Mitwisser“

Eine traurige Tradition haben in Bern die anonymen Informanten des Anti-Armeeblocks. Darum ist es richtig und zu begrüssen, dass die Armasuisse und das VBS den Kreis der entscheidenden Amtsträger und „Mitwisser“ bewusst extrem klein halten.

Dr. Peter Forster