Donezk: Lagekarten zu Vorstössen der 5. Brigade

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Lagekarten vom 28. Juli 2022.

 

Siehe auch > 800 bis 2’000 Meter am Tag > Russlands mühsamer Vormarsch

Daniil Bezsonov firmiert als stellvertretender Informationsminister der “Volksrepublik” Donezk. Am 156. Kriegstag, am 29. Juli 2022, meldet er sich mit zwei aktuellen Lagekarten, die zweifellos mit der russischen Armee abgesprochen sind. Ohne russisches Placet veröffentlicht die international nicht anerkannte “Volksrepublik” keine militärischen Karten. Es fehlen neutrale Bestätigungen.

5. Brigade und die Regimenter 9 und 11

Es geht um Vorstösse der Donezker 5. Brigade und die Regimenter 9 und 11. Die Truppen der “Volksrepublik” sollen am 28. Juli 2022 an zwei Frontabschnitte gegen Nordwesten und Westen vorgestossen sein. Gelb präsentiert Daniil Bezsonov die Ausgangslage am Morgen, rot die Geländegewinne bis zum Abend.

  • Die Karte links soll den Donezker Vorstoss in nordwestlicher Richtung zum Dorf Peski belegen. Wie die Darstellung zeigt, halten die Ukrainer ungeachtet des gegnerischen Vormarsches Peski, den kleinen Ort rechts oben am runden roten Frontbogen. Leider geben die Karten keinen Massstab. Dennoch lassen andere Karten die Berechnung des Geländegewinns zu. Dieser bemisst such auf 800 bis 2’000 Kilometer.
  • Die Karte rechts führt das Vorrücken auf die Städte Marinka und Krasnogorovka vor Augen. Marinka ist die südliche der beiden Städte; gemäss roter Linie stehen die Donezker am Ostrand des Ortes. Krasnogorovka liegt im Norden und ist offensichtlich noch in ukrainischer Hand. Der durchschnittliche Raumgewinn liegt zwischen 800 und 1’000 Metern; der rote Frontvorsprung beträgt knapp 2’000 Meter.
  • Die Erfolge seien mit namhaftem Unterstützungsfeuer durch die russische Artillerie und Luftwaffe erfolgt.
  • Hervorgehoben wird sodann der Vormarsch an der ebenfalls gelb eingetragenen Schnellstrasse H-15. Dort stiessen die Donezker Truppen gut 2’000 Meter vor. Wie im Raum Izjum–Slaviansk-Kramatorsk die E-40 (M03) ist hier die H-15 heftig umkämpft. Im Fall der H-15 sollen die Artillerie und die Luftwaffe die Verteidiger daran gehindert haben, sich rechtzeitig geordnet zurückzuziehen. Dadurch hätten sie empfindliche Verluste erlitten.