Die Wut der Kirchbürger

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Karin Keller-Sutter: “”Ich war immer eine treue Katholikin.”

  • Auch treue kath. und ev. Kirchbürgerinnen und Kirchbürger lesen unseren Blog.
  • Im Mail-, Brief- und Telefoneingang der Redaktion häufen sich Anzeichen, dass im bürgerlichen kath. und ev. Kirchenvolk der Unmut, der Zorn und die Wut über das politische Gebaren der Kirchenoberen beider Konfessionen häufen.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter

Am deutlichsten drückt es Bundesrätin Karin Keller-Sutter aus. Sie wuchs in der Fürstäbtestadt Wil auf und lebt mit ihrem Mann Morten Keller auch heute dort. Ihr Wort muss aufrütteln:

  • “Ich war immer eine treue Katholikin, aber offensichtlich bin ich jetzt keine gute Christin mehr, wenn ich nicht für die Konzernverantwortungsinitiative bin.»
  • Sie komme sich dadurch ausgegrenzt vor. Sie finde es falsch, wenn die Kirchen «von der Kanzel herunter» Tagespolitik betrieben. Die Kirchen sollten ethische Fragen dort vertreten, wo die Menschen in ihrem Alltag betroffen seien.

Kirchensteuern missbraucht – Faust im Sack

Die offene Propaganda der kath. und der ev. Kirche bringt treue Kirchensteuerzahler in Rage. Sie machen die Faust im Sack. Sie wollen keine Pfarrerinen und Pfarrer mehr, die ihnen, wie Bundesrätin Keller-Sutter sagt, “von der Kanzel herunter” vorschreiben wollen, was sie am 29. November zu stimmen haben.

Zu hören ist auch das Argument, einzelne gut besoldete Pfarrerinen und Pfarrer kümmere es nicht, wenn in der Schweiz Kirchbürgerinnen und Kirchbürger ihre Arbeit verlören.

Neueste Meldungen von den Kirchen

  • In der Luzerner “Dynastie” Gmür entbrannte ein Familienkrach: Felix Gmür, Bischof von Basel, kanzelte die Ständerätin und CVP-Fraktionschefin Andrea Gmür ab, weil diese mit 40 anderen Christinnen gegen die KVI Stellung nahm.

Ständerätin Andrea Gmür leistet mit 40 anderen Christinnen Widerstand.

  • Gleichzeitig meldet die kath. Kirche in der Schweiz für 2019 rund 32’000 Austritte – ein neuer “Rekord”, wie die gut 13 Millionen Franken, welche die drei Pro-KVI-Komitees für Propaganda ausgeben.
  • Damit die Kirche im Dorf bleibt: Auch die neu formierte ev.-ref. Kirche der Schweiz verzeichnet jedes Jahr enorm viele Austritte. Sie wird von der Austrittswelle genau so erfasst wie die kath. Kirche, die “Una Sancta”. Auch bei den ev. Austritten steckt oft staatsbürgerliche Wut dahinter; nicht nur wegen der KVI.