Laupen, Sempach, Grandson, Murten

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Zürich und Diessenhofen 1443, bei Winterthur, Waldshut und Landshut 1458, Grandson 1476.

Charles Truniger, Lausanne, schreibt: “Es entzog sich meiner Kenntnis, dass in Uri ein Banner von der Morgarten-Schlacht erhalten ist. Wie verhält es sich mit anderen Bannern?”

Richard Kissling schuf das Tell-Denkmal zwischen 1882 und 1895. Eingeweiht wurde es am 28. August 1895.

Die Bannerfrage zu beantworten, gibt es berufene Historiker. Der Kanton Uri bewahrt die Banner im Rathaus von Altdorf auf, am Platz, wo auch das Tell-Denkmal von 1895 steht. Im Fahnensaal werden gezeigt:

Morgarten 1315, Laupen 1339.

Sempach 1386.

Murten 1476, Bellinzona und St. Gallen 1478, 1499.

Bei der Hard, bei Stocken und Dornach 1499, bei Locarno 1503.

Das Banner wurde 1512 den Urnern von Papst Julius II. geschenkt.

Landsgemeindebanner von 1815

Die Banner des Landes Uri

  • Im Rathaus von Altdorf werden die alten Schlachtenbanner aufbewahrt. Gemäss der Beschriftung wurden diese bereits zur Schlacht von Morgarten und Sempach ins Feld getragen.
  • Das kostbarste und prunkvollste Erbstück aus Uris grosser Vorzeit ist das Juliusbanner, das am gleichen Ort aufbewahrt wird. Es besteht aus gelbem Seidendamast mit Granatäpfelmusterung. Das Wappentier ist bloss aufgemalt, der Nasenring ist wohl absichtlich zur besonderen Auszeichnung als Wappenbesserung nicht in Rot, sondern in Gold auf Stoff aufgenäht und mit Lorbeerzweigen umwunden. Das Eckquartier ist gestickt und stellt das Reich Christi dar.

Das Rathaus von Altdorf.

  • Alle diese Banner wurden 1798 bei der Eroberung Nidwaldens und der darauf folgenden Entwaffnung der Urkantone weggeführt und nach Bern gebracht, 1801 jedoch auf Verwendung des damaligen Landammanns Jost Müller wieder zurückgegeben. Trotz heftigem Schneegestöber zogen ein paar hundert Schützen aus eigenem Antriebe der heimkehrenden Trophäe nach Flüelen entgegen. Da die Pfarrkirche noch im Schutt lag, wurden sie bei der Klosterkirche von den geistlichen und weltlichen Vorstehern des Landes feierlich in Empfang genommen.
  • 1815 schenkte Landesfähnrich Arnold den Urner Truppen an der Westgrenze eine neue schöne Fahne mit durchgehendem weissem Schweizerkreuz und schwarzgelben Flammen in den Eckquartieren. Die Mitte ist mit einer gestickten Madonna und die vier Ecken je mit dem Urner Wappenschild geziert. Diese Fahne wurde nachher abwechselnd mit dem Juliusbanner bis zu ihrer Aufhebung jährlich an der Landsgemeinde gebraucht.

Altdorf: Die Fahnen der Schweiz und des Standes Uri.