Die legendäre Kaserne Losone wird Kulturstätte

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Die Wache am Eingang (emd).

Für ältere Semester hat die Kaserne Losone legendären Klang. Sie war das Mekka der Schweizer Grenadiere, bis diese nach Isone oberhalb des Ceneri-Passes umzogen. Sogar in der Biographie von Grenadiermajor und Bundesrat Adolf Ogi erscheint sie prominent. Künftig wird sie zum Kulturzentrum.

  • Der Bund verkaufte 2017 das Areal mit der Kaserne für günstige 4,4 Millionen Franken der Gemeinde Losone.
  • Im Dezember 2019 unterbreitete der Gemeinderat der Versammlung ein Gesuch um Umzonung des ausgedehnten Parkes. Die Bürger hiessen neu die Kultur- und Sportzone gut.
  • Die Gemeinde strebt die Kooperation mit dem Filmfestival Locarno und der Theaterkademie Dimitri an.

Der Waffenplatz (eth).

Wechselvolle Geschichte

  • Von 1951–1973 bildete die Schweizer Armee in Losone die Grenadiere aus, eine ihrer Elitetruppen.
  • Dann übernahm die Sanität den Waffenplatz bis 2007.
  • 2014 brachte der Bund erstmals Asylanten in der Kaserne um. Er wollte das Aufnahmezentrum Chiasso entlasten.
  • Der Bund verpflichtete sich jedoch, Losone nur bis zum 31. Dezember 2017 als Asylunterkunft zu nutzen, und hielt Wort.
  • Seither steht die Kaserne leer.

“Der Grenadier” vor der Kaserne (emd).

Grenadiere legen Wert auf Tradition

Die Grenadiere bilden eine stolze Truppe. Sie pflegen ihre Tradition. In Isone begingen sie ihr 75-Jahre-Jubiläum. Die folgenden Bilder stammen von der Stammsektion der St. Galler Gren Kp 33, die immer wieder prominente Kommandanten hatte, so den Thurgauer Anwalt, Regierungs- und Ständerat Hermann Bürgi, KKdt Paul Rickert und Div Kurt Lipp.

Mutprobe – und Kameradschaft.

Tragen und schlagen.

Im scharfen Schuss.