Die läppische Fregattentour

Standard

 

Die Fregatte Bayern F 217.

  • Gegen Chinas brutalen Machtanspruch verbünden sich die USA, Grossbritannien und Australien zum AUKUS-Militärpakt.
  • Die USA, Japan, Australien und Indien stehen im Indopazifik im Quad-Bündnis zusammen. Die Vereinigten Staaten bilden das Bindeglied von AUKUS und Quad.
  • Europa, Frankreich, Deutschland und die EU bleiben ausser vor. Sie haben militärisch in der Konfliktregion wenig bis gar nichts zu bieten.
  • Doch was macht Deutschland? Die Bundesmarine entsendet die Fregatte Bayern nach Freemantle, in den Hafen bei der australischen Werftstadt Perth. Von dort soll sie nach Yokosuka, dem Standort der amerikanischen 7. Flotte, bei Tokio verlegen – eine rein symbolische Massnahme.

Pro und Contra öffentlich ausgetragen

Doch nicht einmal das bestensfalls deklamatorische Bayern-Fahrt geht in Deutschland ohne Kollateralschaden über die Bühne. In der Reservisten-Zeitschrift “Loyal” verliest der britische Stratege James Rogers den Deutschen die Leviten:

  • “Anstatt mit einer einsamen Fregatte im Indopazifik herumzutuckern, sollte Deutschland mit demVereinigten Königreich kooperieren – mit Europas erster Seemacht.”
  • “Wertig wäre, wen Deutschland Fregatten in Flugzeugträger-Gruppen der Royal Navy einbringt, wenn diese in den Indopazifik entsandt werden. Damit würde Deutschland helfen, eine sichtbare maritime Präsenz Europas zu schaffen.”

Rogers’ Wort in Gottes Ohr! In der ersten Oktober-Woche 2021 weiss man nicht einmal, wer in Berlin die Verteidigung verantworten wird – die CDU-Frau AKK, Annegret Kramp-Karrenbauer, oder jemand aus der Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP. Dafür lässt “Loyal” den Konteradmiral Karsten Schneider die Fregattentour der Bayern belobigen:

  • “Es handelt sich um eine Mission der Militärdiplomatie. Militärische Aspekte treten in den Hintergrund.”
  • “Es geht nicht darum, der chinesischen Marine kontra zu bieten, sondern das Interesse der Region zu demonstrieren.”
  • “Es geht nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern um die Geltung der regelbasierten Weltordnung und des Seerechts.”

Hohler, gestelzter kann man es nicht sagen.