Die gute Armee – es gibt sie auch

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Die Armee im Corona-Modus.

  • Wer im Schweizerland nur die Mainstream-Medien konsumiert, muss im Januar 2021 zum Schluss kommen: Unsere Armee ist so ziemlich die schlechteste der Welt.
  • Es sind, wie so oft, die Tagesanzeiger-Redaktionen, welche die Hatz gegen das Militär anführen.
  • Am 9. Januar 2021 leitete einer der Chefredaktoren die Kampagne ein. Auf vollen drei Seiten wärmte er, illustriert von halbseitigen Schmierenzeichungen – ein Problem aus der silbergrauen Sommer-RS 62 auf: anderthalb Jahre nach den Vorfällen, die zu bedauern sind.

60% rückten anstandslos ein

Am 18. Januar 2021 offenbarte die Armee eine Informatik-Schwäche. Der Home-office-Start von rund 4’800 Rekruten misslang. Wunderbarerweise für die Armeeabschaffer hatte die Tagesschau einen Rekruten zuhause besucht, der vor dem PC druckreif einen perfekten GSoA-Werbespot verbreiten durfte, der die Armee und ihre Exponenten fies durch den Kakao zog.

Soweit der unerfreuliche Media-Befund. Was aber berichtet der Mainstream nicht? Er verschweigt geflissentlich,

  • dass am Montag 60% der Kader und Rekruten mitten im Winter anstandslos einrückten;
  • dass sie sich in guter Ordnung dem Corona-Test unterziehen;
  • dass ihre Ausbildung, ihr Dienstbetrieb und ihr Leben in der Armee wie vor Corona geordnet und straff geführt einsetzte;
  • ausser, dass sie jetzt schon wissen: Kein Ausgang ausserhalb der Kaserne, strenge Hygiene, Kampf gegen Ansteckungen (die Infektion mit dem neuen Virus trat im Schützenbataillon 14, in einer WK-Einheit, auf), zielgerichtete Ausbildung unter erschwerten Bedingungen – und kein Wochenend-Urlaub in der ersten Phase.

Das alles bleibt unerwähnt: Was nicht sein darf, nämlich Tausende Kader und Rekruten, die sich der Herausforderung stellen, das kann nicht sein, nicht in den permanent militärfeindlichen Journalistenkreisen – weiblich und männlich.

Und was auch einmal gesagt werden muss: Die Corona-Seuche setzt unser Berufsmilitär seit einem Jahr einer enormen zusätzlichen Belastung aus. Unseren Berufsunteroffizieren und -Offizieren gelingt es vorbildlich, die schwierige Balance zwischen kriegsgenügender Ausbildung und Gesunderhaltung der Truppe zu finden und durchzusetzen. Tamedia, CH-Media und SRF könnten ja auch darüber einmal berichten.

Vorbereitungsfeuer zur neuen GSoA-Kampagne?

  • Die linke Januar-Kampagne ging dann mit  einer längst bekannten Story am 11. weiter: Sechsspaltig, im massiven Schriftgrad getitelt über der ganzen Seite 3, zur Abwechslung versehen mit einer Karikatur aus der untersten Schublade: “Die Hightech-Drohne, die nicht fliegt.” Nichts Neues, ein bekanntes Problem, pikant aufgemacht, ein reiner Werbetext für die GSoA.
  • Und so weiter und so fort, im Tages-Takt verstärkt von Redaktionen aus dem bekannten Anti-Armee-Verbund, die immer noch die Wunde ihrer (knappen) Kampfjet-Niederlage lecken, selbst die NZZaS mit ihrem unhaltbaren Daniel-Baumgartner-Verriss.
  • Mehr als ein Beobachter im Armeelager erinnert unsere Redaktion jetzt an die GSoA-Ankündigung vom 27. September 2020: “Sollte sich der Bundesrat für einen amerikanischen Jet entscheiden, kommt die Volksinitiative gegen jegliche Flugzeugbeschaffung” – allerdings ein Vorstoss, der dem doppelten Mehr unterworfen wäre, weil auf die Verfassung gezielt.
  • Armeefreunde fragen: Rächt die am 9. Januar 2021 lancierte Kampagne nur die September-Niederlage? Oder bereitet sie die Volksinitiative vor – für den Fall F-35? Das gilt es in den kommenden Wochen ruhig zu analysieren, auch von besonnenen Beobachtern, die nicht zu Verschwörungstheorien neigen …