Deutsche KSK: Neuer Munitionsklau?

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Zielgenaue Spezialkräfte: KSK-Schiesstraining.

  • Kaum hat in Berlin die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) dem Kommando Spezialkräfte (KSK) das Vertrauen ausgesprochen, gerät die Elitetruppe wieder ins Fadenkreuz kritischer Medien.
  • Denn die Bundeswehr hat wegen verschwundener Munition in den Reihen der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) erneut Ermittlungen aufgenommen. Anlass ist eine Überprüfung, bei der aufgefallen ist, dass in den Beständen einer geheimen KSK-Mission in der Sahel-Region 1’700 Schuss Munition fehlen.

Geheime Mission

  • Das Verteidigungsministerium habe bereits nach der ersten Meldung durch das KSK umgehende Aufklärung gefordert. Bisher hätten jedoch weder das KSK noch das Einsatzführungskommando den Verbleib der Munition klären können. Die Bundeswehr habe die neuen Ermittlungen nicht kommentieren wollen, da die Operation “EL GRENZE” als geheim eingestuft ist. Die Abkürzung EL steht für “Entführungslage”.

  • Eine Einheit des KSK ist seit Herbst 2018 in der Sahel-Region stationiert. Hier sollen die Soldaten die Entführung des deutschen Entwicklungshelfers Jörg Lange aufklären. Dieser wurde im April 2018 verschleppt. Derzeit wird der afrikanische Arm der Terrorgruppe “Islamischer Staat” (ISIS) hinter der Entführung vermutet.

    Einmal fehlten 48’000 Schuss

  • Der Vorfall in der Sahel-Mission stellt im KSK nicht den ersten Munitionsverlust dar. In einer früheren Untersuchung ging es um weit mehr Geschosse: Es fehlten 48’000 Schuss, die nicht mehr gefunden wurden.
  • Jene Lücke in den KSK-Munitionsbeständen hatte mit Meldungen rechtsextremer Umtriebe zu den strengen Massnahmen geführt, die AKK gegenüber den Spezialkräften angeordnet hatte, so auch zur Auflösung der 2. Einsatzkompanie.