“… der braucht für Spott nicht zu sorgen”

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Dr. Bruno Kahl, Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes: “überrascht.”

„Wer den Schaden hat, der braucht für Spott nicht zu sorgen.”  Am 24. Februar 2022, als Russland die Ukraine überfiel, erlitt der deutsche Geheimdienst, der BND, wüsten Reputationsschaden. Die politischenChefs in Berlin wirkten überrumpelt, während ihre Kollegen in London und Washington wussten, was da kam. Nun tischt Tis Hagmann zu Dr. Bruno Kahl, dem BND-Chef, eine süffige Geschichte auf. Im Wortlaut:

  • “Für Spott ist gesorgt. Der Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), Dr. Bruno Kahl, war zwei Tage vor Kriegsbeginn in Kiew. Für «dringende Fachgespräche». Dann haben die Russen die Ukraine angegriffen, und der BND-Chef sass fest. Er sei überrascht worden, gab er bekannt. Wie bitte?
  • Selbstverständlich trug die Presseabteilung noch zur Panik und Dramatik bei und gab bekannt (O-Ton), “dass der Chef des BND in höchster Not aus der Ukraine gerettet worden sei.” Für derartige Evakuierungsaufträge ist eine Spezialabteilung der Bundespolizei zuständig. Doch diese Einheit war für Kahl nicht erreichbar! Eine eigene Spezialeinheit des BND evakuierte ihn nach Polen.
  • Fassen wir zusammen: der Chef des BND wird «überrascht», hat keine Verbindung, null Eventualplanung, keine vorbehaltenen Entschlüsse und der Begleitschutz offenbar handlungsunfähig.
  • Beurteilung: leichtsinnig und unbrauchbar. Selbstverständlich haben wir «volles Vertrauen»! Wie sagte damals unser Ausbildner: Man muss jederzeit abhauen können! Also auch marschieren! Kahl ist Oberst der Reserve, seine Dissertation verfasste er «Über Elemente des katholischen Denkens in der säkularen politischen Theorie». Schön. Heute Abend üben wir (ganz banal und praktisch) den Gepäck-Eilmarsch mit Vor- und Nachhut.”