Das musste einmal gesagt sein

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Miliz? Unserem Land dienen? Da hören ausländische Chefs zu oft nur Bahnhof.

 

Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, als Unternehmerin Chefin der Ems-Chemie, am 8. August 2020 im Tages-Anzeiger:

“In vielen grossen Schweizer Konzernen sind heute Ausländer an der Spitze, oft aus dem EU-Raum. Sie verstehen das System der Schweiz nicht, stimmen auch nicht ab. Viele Chefs stehen auf der Seite der EU – wohl auch, weil sie auf staatliche Aufträge von dort hoffen. Ein Teil von ihnen hat andere Interessen als wir Schweizer Unternehmensführer.”

Martullo-Blocher hat auch unter militärischem Aspekt Recht. Folgender Ablauf ist leider nur allzu bekannt:

  • Ein junger Schweizer empfiehlt sich mit 26, 27 Jahren in einem grossen Konzern für eine weiterführende berufliche Laufbahn; sei es nach erfolgreicher Lehre und Bewährung “on the job”, sei es nach einem Studium und dito.
  • Gleichzeitig bewährt er sich im WK als tüchtiger Zugführer, den seine Vorgesetzten zum Einheitskommandanten vorschlagen wollen. Er ist einverstanden. Das Kommando einer Kompanie oder Batterie lockt ihn; dazu will er dem Lande dienen.
  • In seiner Firma gelangt die Anfrage des Zugführers auf das Pult der deutschen Personalchefin, die weder unsere Miliz kennt noch Verständnis dafür hat, dass der Schweizer den Führungslehrgang bestehen will, um dann in einer einzigartig guten Führungserfahrung den Hauptmann abzuverdienen.
  • Die deutsche Personalchefin stellt den jungen Schweizer bedingungslos vor die Alternative: “Entweder bleiben Sie im Militär, was Sie sind – oder Sie gehen!”

Der Redaktion sind etliche derartige Vorgänge bekannt, mit Namen und Firmen. Die Barrikaden gegen die militärische Weiterausbildung junger, fähiger Kader werden nicht nur “an der Spitze” der Konzerne aufgebaut, sondern oft auch auf Stufe Pesonalchefs.