DANKE! Langel, Barilli, Schatzmann überreichen Messer

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Divisionär Langel übergibt je ein Messer an die Kader und Soldaten, die Truppen im Grenzdienst vertreten.

Brigadier Barilli ehrt die zahlreichen Formationen aus seiner Log Br 1.

Brigadier Schatzmann ehrt die Bataillone der Militärpolizei.

Seit Mitte März 2020 standen und stehen rund 5000 Kader und Soldaten der Armee während Wochen im Assistenzdienst unter der Fahne. An der Grenze, vor Botschaften und in Spitälern helfen sie tatkräftig im Kampf gegen das Coronavirus.

In den Rekrutenschulen erhalten rund 12’000 Schweizerinnen und Schweizer ihre Ausbildung in ganz besonderem Rahmen. Viele von ihnen waren als “helping hands” zugunsten der Truppen im Assistenzdienst eingesetzt. Wochen lang, auch über Ostern, verharrten sie auf ihren Waffenplätzen – von Urlaub keine Rede. Diszipliniert halten und hielten sie die Regeln ein, wie ihre Kameradinnen und Kameraden im Assistenzdienst.

Aufruf siehe > Aufruf: “DANKESCHÖN” – Messer für unsere Truppe

So waren und sind es vornehmlich junge Kader und Soldaten, die unserem Land in der Stunde der Not nobel dienen. Ihr Dienst verdient Dank und Anerkennung.

Ehrenamtlich, rein privat

Auf rein privater Basis taten sich einige Staatsbürger zur Aktion “DANKESCHÖN” zusammen. Unbürokratisch sammelten sie, ohne den Bund zu belasten, Geld für ein Zeichen des Dankes. In kurzer Zeit stellten sie sicher, dass alle Beteiligten ein Victorinox-Taschenmesser erhalten.

Die Messer tragen die Inschrift: “2020 DANKE, MERCI, GRAZIE”. Alle Kader und Soldaten – sei es im Assistenzdienst, sei es in den Schulen – bekommen das Messer. Am 13. Mai 2020 fand im Schloss Colombier die schlichte Übergabe der ersten Messer an die Truppen im Assistenzdienst statt. Die RS-Absolventen erhalten das Sackmesser in rund zwei Wochen per Post.

“2020 – Danke Merci Grazie”. Victorinox gravierte die Worte des Dankes auf Schweizer Nussbaumholz – im Talkessel von Schwyz.

Im würdigen Rahmen des Rittersaals brachten Divisionär Yvon Langel und drei Milizoffiziere allen Beteiligten gebührend Dank und Wertschätzung zum Ausdruck. Nach der Meldung an Divisionär Langel begrüsste dieser die Hauptpersonen des Anlasses:

  • Einerseits drei Träger der rein ehrenamtlichen Aktion: die Zürcher Generalstabsobersten H.C. Schregenberger, Robert Zingg und Andres Türler.
  • Anderseits die Abgeordneten der Assistenzdienst-Truppen, im Grad vom Soldaten der Spit Kp 2/1 bis zum Oberstlt i Gst, dem Kdt Inf Bat 19. Sie alle standen – mit gebührendem Abstand – im historischen Saal bereit, “treuhänderisch”, wie die Initianten sagten, je ein Messer für ihre Kameradinnen und Kameraden entgegenzunehmen.

“Dienst am Land, persönlicher Einsatz, Solidarität”

Dann richteten die drei Obersten i Gst, die entscheidend zum Erfolg der Dankesaktion beitragen, das Wort an die kleine Runde. Ihre kurzen, prägnanten Voten lassen sich im Dank für “Dienst am Land, persönlicher Einsatz, Solidarität” zusammenfassen.

  • H.C. Schregenberger: “Sie erfüllen ihre Pflicht. Sie dienen als Staatsbürger. Von Herzen danken wir Ihnen im Namen der ganzen Bevölkerung in der Schweiz.”
  • Robert Zingg: “Das Sackmesser ist typisch schweizerisch. Es wird sich lange in positivem Sinn an Ihren a.o. Dienst 2020 erinnern.”
  • Andres Türler: “Für uns bedeutet es eine grosse Ehre, Ihnen Dank und Anerkennung zu überbringen – und Ihnen in guten Treuen symbolisch für alle je ein Sackmesser überreichen zu lassen.” Oberst i Gst Türler, ex Kdt Inf Rgt 28 und langjähriger Stadtrat in Zürich, vertrat die Werner H. Spross-Stiftung, die wesentlich zur Aktion beiträgt.

Stellvertretend für alle: Der MP Gren Kp Kdt Hptm Suter, der seiner Einheit zurief: “Wer kommt in den Assistenzdienst?” – worauf ausnahmslos alle die Hand hoben.

Messer für die Abgeordneten von Ter Div, Log Br, MP

Andres Türler lud drei Höhere Stabsoffiziere ein, den anwesenden Kadern und Soldaten vorab und stellvertretend für ihre Kameraden je ein Sackmesser zu übergeben. Präsent waren die Truppenführer:

  • Divisionär Yvon Langel, Kommandant Territorialdivision 1;
  • Brigadier Silvano Barilli, Kommandant Logistikbrigade 1;
  • Brigadier Hans Schatzmann, Kommandant Militärpolizei.

Den drei Offizieren überreichte Andres Türler zum Zeichen des Dankes ihr persönliches Exemplar. Hernach riefen die drei Kommandanten jeden Abgeordneten ihres Verbandes einzeln nach vorn. Die Kader und Soldaten stellten sich individuell mit Grad, Namen, militärischer und ziviler Stellung vor. Dann erhielt jeder sein Messer – mit Handschlag auf Distanz.

Divisionär Langel: Dank und Wertschätzung

Die Verteilung an all die Truppen, die in der a.o. Lage vorzüglich dienten und dienen, geschieht entweder noch im Dienst oder über die Post. Den Anlass in Colombier betreute – sozusagen als stiller Chef Regie – Oberst i Gst Nik Jäger, der derzeit in Hamburg den General- und Admiralstabslehrgang abschliesst, den aber für die Zeit des Corona-Dienstes der Chef der Armee, KKdt Thomas Süssli, zu sich gerufen hat.

Divisionär Langel schloss den Anlass soldatisch knapp mit Dank und Wertschätzung: “Corona verlangt einen a.o. Einsatz. Unsere Armee besteht ihre Bewährungsprobe – dank Ihnen.”

Schloss Colombier – stets ein würdiger Ort für militärische Feiern.