Corona 1: Machtkampf Berset vs. Zürich

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Natalie Rickli wehrt sich.

Siehe auch > Corona 2: ein Lichtblick

  • Der Machtkampf zwischen Bundesrat Berset und der Zürcher Regierung spitzt sich zu.
  • Berset warf einzelnen Kantonen vor, sie handelt nicht solidarisch. Für Corona-Patienten gebe es noch Freiraum, und alle müssten, die noch könnten, müssten Kranke aus anderen Kantonen aufnehmen. Das bedingt den Stopp von anderen Operationen – wie in der Phase 1 im Frühjahr.
  • Abweisend reagiert die Zürcher Gesundheitsdirektorin, Regierungsrätin Natalie Rickli. Es sei jetzt nicht notwendig, andere Eingriffe abzusagen: “Die Zürcher Spitäler reagieren nach Bedarf.” Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass sich Kranke nicht mehr ins Spital wagten, auch wenn sie dringend behandelt werden müssten. Das sei im Frühling leider vorgekommen.

Genf und Zürich: Aussage gegen Aussage

  • Der Genfer Gesundheitsdirektor Mauro Poggia führte aus, das Universitätsspital Zürich (USZ) habe zuerst die Bitte um Überführung eines Genfer Patienten ablehnt und erst auf politischen Druck nachgegeben.

Der Genfer Staatsrat Mauro Poggia.

  • Das USZ dementierte umgehend: Man wisse überhaupt nichts vom Fall, von dem der Genfer Staatsrat berichte. Aussage steht gegen Aussage.
  • Aktenkundig ist, dass am 5.November 2020 drei Genfer Patienten in Deutschschweiz Spitäler überführt wurden. Im USZ sind 33% der Intensiv- und der Normalbetten von Corona-Kranken aus anderen Kantonen belegt.