China: Starke Spezialkräfte mit 18 Brigaden!

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Im Gegensatz zu anderen Armeen führt China seine 18 Spezialkräfte-Brigaden nicht als eigene Teilstreitkraft. Peking gliedert die Volksbefreiungsarmee in geografisch strukturierte Theater Commands. Das Heer führt für jedes Theatre ein Theatre Command. Dieses wiederum befehligt Armeegruppen. An der Spitze der Ordres de bataille dieser Armeegruppen figurieren stets die SF-Brigaden, die dem Armeegruppen-Befehlshaber unterstellt sind. Die Spitzenstellung unterstreicht das Gewicht, das die chinesische Führung ihren Spezialkräften beimisst. Entsprechend anspruchsvoll sind die Selektion und das Training der Operators.

Jede Brigade führt einen eigenen ruhmreichen Namen. Wir übernehmen die englischen Bezeichnungen, wie sie das amerikanische Naval War College gebraucht. Die Heeres-SF-Brigaden werden von 71 bis 83 durchnummeriert, analog zur Nummer der Armeegruppen. Eine Ausnahme bildet das Theater West mit den Xinjang- und Xizang-Brigaden. Insgesamt umfasst das Heer 15 Brigaden Spezialkräfte. In der Taiwankrise rücken die drei Brigaden des Theatre Command Ost in den Focus.

Die drei Brigaden Ost

  • 71 Sharks
  • 72 Thunderbolts
  • 73 Dragons

Marine, Luftwaffe, Raketencorps

Zusätzlich verfügen die Marine, die Luftwaffe und das  Raketencorps über eigene Spezialkräfte – was die Marine und die Luftwaffe betrifft, analog Israel mit Shayetet-13 (Marine) und Shaldag (Luftwaffe). In China heissen die drei eigenständigen Brigaden wie folgt:

  • Marine > Sea Dragons
  • Luftwaffe > Thunder Gods
  • Raketencorps > Sharp Blade

Amtliche Fotografie. Bildlegende: “Spezialkräfte Training.”

Das US Naval War College befasst sich vertieft mit der potentiellen Landung der rotchinesischen Streitkräfte auf Taiwan. Chinas Führung setzt der Armee das Ziel unmissverständlich: Im Jahr 2049, in dem die Volksrepublik ihren 100. Geburtstag feiert, muss Taiwan die 23. Provinz von Rotchina bilden.

Die amerikanischen “Denkfabriken” haben alles Interesse an der Erforschung und Aufklärung zur möglichen Invasion auf Taiwan. Ihr Präsident Biden hat 2021 doppelt seinen Willen bekundet, die freie, liberale, erfolgreiche Inselrepublik zu verteidigen.

Ein Bündel von Aufträgen

Das Naval War College kommt zum Schluss, dass Rotchinas Spezialkräfte bei einer Landung “eine erhebliche Rolle” spielen: “Ihre Fähigkeiten und ihr Training sind auf mehrere Aufträge ausgerichtet – in der Vorbereitung und Durchführung der Invasion.” Als denkbare Missionen hebt das College hervor:

  • Infiltration mit speziellen Booten und per Helikopter.
  • Aufklärung hinter feindlichen Linien und Zielzuweisung für Artillerie und Luftwaffe.
  • Beseitigung von Hindernissen, Durchbrechen von Sperren.
  • Raids und Rettungsaktionen (extraction missions).

Das Naval War College geht davon aus, dass Spezialkräfte nach einer potentiell gelungenen Invasion lange in der 23. Provinz blieben – mit dem Auftrag, eventuelle Aufstände niederzuschlagen und eine mögliche Untergrundarmee zu besiegen.

Zu den Informations-Operationen äussert sich das College zurückhaltend. Es sei unklar, ob und wie sich Spezialkräfte an der “Propagandaführung auf der Insel” beteiligen würden.

Spezialkräfte Heer.

Heer: Integriert in die Armeegruppen

Allein das Konzentrat der Aufträge verrät: Rotchina muss starke Spezialkräfte in Brigadestärke unterhalten. Das Naval War College bestätigt das. Im Gegensatz zu den USA fasst der chinesische Generalstab die Spezialkräfte nicht zu einem eigenen Kommando zusammen (in den USA ist es das SOCOM unter dem Befehl eines Vier-Sterne-Generals). Vielmehr sind die entsprechenden Brigaden vorrangig auf das Heer, aber auch auf die Marine, die Luftwaffe und das Raketencorps verteilt.

Peking gliedert die Streitkräfte in geografisch strukturierte Theater Commands. Das Heer führt für jedes Theatre ein Theatre Command. Dieses wiederum befehligt Armeegruppen. An der Spitze der Ordres de bataille dieser Armeegruppen figurieren stets die SF-Brigaden, die dem Armeegruppen-Befehlshaber unterstellt sind. Die Spitzenstellung unterstreicht das Gewicht, das die chinesische Führung ihren Spezialkräften beimisst. Entsprechend anspruchsvoll sind die Selektion und das Training der Operators.

Jede Brigade führt einen eigenen ruhmreichen Namen. Wir übernehmen die englischen Bezeichnungen, wie sie das Naval War College gebraucht. Die Heeres-SF-Brigaden werden von 71 bis 83 durchnummeriert, analog zur Nummer der Armeegruppen. Eine Ausnahme bildet das Theater West mit den Xinjang- und Xizang-Brigaden. Insgesamt umfasst das Heer 15 Brigaden Spezialkräfte.

Osten

  • 71 Sharks
  • 72 Thunderbolts
  • 73 Dragons

Süden 

  • 74 Sword
  • 75 Lion Company

Westen

  • 76 Sinus
  • 77 Cheetahs
  • Xinjang
  • Xizang

Nordosten

  • 78 Tiger
  • 79 Lions
  • 80 Falcons

Zentrum

  • 81 Scared Sword
  • 82 Whistling Arrows
  • 83 Ferocious Tigers

Spezialkräfte Marine.

Marine, Luftwaffe, Raketencorps

Zusätzlich verfügen die Marine, die Luftwaffe und das  Raketencorps über eigene Spezialkräfte – was die Marine und die Luftwaffe betrifft, analog Israel mit Shayetet-13 (Marine) und Shaldag (Luftwaffe), von denen man jetzt schon weiss, dass sie bei einer potentiellen Zerstörung der iranischen Atomrüstung Sonderaufträge erhielten. In China heissen die drei eigenständigen Brigaden wie folgt:

  • Marine > Sea Dragons
  • Luftwaffe > Thunder Gods
  • Raketencorps > Sharp Blade

Bestand geheim

Die Tatsache, dass in der Ordre de bataille des chinesischen Militärs die Spezialkräfte keine eigene Teilstreitkraft bilden, erschwert die Feststellung des Bestandes. Ohnehin schützt auch in China der Mantel der Geheimhaltung die Elite. Effektiv ist der Bestand der einzelnen Brigaden und aller Spezialkräfte geheim.

Auf dem Internet tun sich die Gelehrten schwer. Auch Spezialmagazine lassen sich nicht auf die Äste hinaus. Zwei indische Publikationen nennen im Kontext mit einem Syrien-Einsatz für die Brigade 5’000 Mann. Das ergäbe dann einen Gesamtbestand von 90’000 Mann – immer vorausgesetzt, die Brigaden seien identisch aufgebaut, was nicht feststeht. Aber auch die indischen Schätzungen auf 5’000 Mann sind willkürlich, weshalb man im Dunkel tappt.

Zum Vergleich noch der öffentlich bekannte Bestand der Volksbefreiungsarmee, wie Chinas Militär noch immer heisst: 2’035’000 Mann, davon Heer 975’000, Marine 250’000, Luftwaffe 395’000. Raketencorps 120’000, Logistik 145’000, andere 150’000. Hinzu kommen 660’000 Mann Paramilitär. Rotchinas Bevölkerung umfasst 1,4 Milliarden Einwohner.

Das Naval War College nennt unter den Aufträgen auch die Infiltration per Helikopter.

Aus aktuellem Anlass Zeitpublikation auf diesem Blog.