Bundeswehr – Das Wasser als Feind

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Die drei Bilder belegen: Gebraucht werden schwere Panzerfahrzeuge.

Als ebenso wertvoll erweisen sich die neuen UH-1D Huey. SAR = Search and Rescue, Suchen und Bergen.

 

  • Die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen werden von der schlimmsten Hochwasser-Katastrophe seit Menschengedenken heimgesucht. Am Fernsehen klagen ältere Leute: “So schlimm sah es hier nie mehr seit dem Weltkrieg aus.”
  • Unter den Rettungskräften bewährt sich auch die Bundeswehr. Wie die “Frankfurter Allgemeine” rapportiert, steht die Panzerbrigade 21 im Katastrophen-Einsatz. Soldaten des Panzerpionierbataillons 130 aus Minden waren sofort zur Stelle. Brigadegeneral Stephan Willer, der Brigadekommandant, alarmierte auch das Versorgungsbataillon aus Unna und das Aufklärungsbataillon aus Ahlen.

Brigadegeneral Stephan Willer, der Kommandant der Panzerbrigade 21, die zur 1. Panzerdivision gehört.

  • Die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) löste für Deutschlands Westen den Katastrophenalarm aus. Damit werden die Befehlswege vorbildlich kurz: Die Entscheidungen können direkt vor Ort getroffen werden. Ein Hauptmann sagte zur Presse: “Den Papierkram erledigen wir nachher; jetzt tut Handeln not.”
  • Die übergeordnete Koordination obliegt dem Kommando Territoriale Aufgaben, das in Berlin stationiert ist.
  • Seit anderthalb Jahren steht die Bundeswehr ununterbrochen im strengen Corona-Einsatz. Wie die Führung anordnete, hat jetzt aber die Katastrophenhilfe in den schwer heimgesuchten Bundesländern im Westen Vorrang.

Trotz Verkehrsblockaden war die Bundeswehr rasch zur Stelle.

 

Handeln vor Papierkram

Die Welt, eine der führenden deutschen Tageszeitungen, fasst die derzeitige Lage wie folgt zusammen:

Die Bundeswehr hat nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands weitere Soldaten in den Hilfseinsatz geschickt. Inzwischen seien mindestens 850 Männer und Frauen zur Unterstützung der Rettungsarbeiten eingesetzt, sagte ein Bundeswehrsprecher 

So seien im Raum Hagen 230 Soldaten und Großgerät im Einsatz, darunter zwei 2 Bergepanzer, Lastwagen und Radlader. In Leverkusen helfen 200 Soldaten beim Befüllen von Sandsäcken. In Aachen waren zwei Bergepanzer und ein Rettungshubschrauber «SAR» unterwegs.

Im Landkreis Ahrweiler helfen 100 Soldaten. Sie nutzen fünf «tiefwatfähige Fahrzeuge», die also auch in überschwemmten Straßenzügen noch vorankommen, vier Radlader und 2 Rettungshubschrauber «SAR» der Bundeswehr. Insgesamt befanden sich nach Angaben der Bundeswehr dort elf Hubschrauber im Einsatz, auch um von den Fluten eingeschlossene Menschen zu retten.

Neben Panzer, Helikopter- und Fernmeldeverbänden bewährt sich auch die Sanität.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm war die Bundeswehr mit fünf Krankenwagen und Besatzung unterwegs und errichtete auch sieben mobile Satellitenanlagen, um eine Kommunikation für abgeschnittene Orte wieder herzustellen. Im Raum Trier-Saarburg wurde bei der Evakuierung eines Altenheims geholfen. Dort wurden 110 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter 45 bettlägerige Bewohner.

Im Raum Trier-Saarburg sind 40 Soldaten mit 12 Booten und einem «Jetlowsystem» – eine Art Fähre – unterwegs. Zudem war ein Lautsprechersystem-Dingo im Einsatz, um die Evakuierung der Dörfer Ralingen, Wintersdorf und Kordel zu unterstützten. Dabei ging es darum, 500 Menschen zu retten.

Der militärische Hochwassereinsatz wird aus dem Kommando Territoriale Aufgaben geführt. Ein vollständiger Überblick war schwer zu bekommen, weil Soldaten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen teils auch in sogenannter Soforthilfe unterwegs waren – wenn zur Abwendung von Gefahr für Leib und Leben umgehend gehandelt wird. Dabei gilt Handeln vor Melden.”