Bodenmann – 30 Millionen für zwei Heckflügel

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F-35A – Man beachte die Heckflügel. Laut Bodenmann verschlingen sie 37,5% der Kosten (Basis 80 Millionen, ohne Zusatzauslagen).

Woche für Woche treiben in der Weltwoche auf einer ganzen Seite Bodenmanns Sumpfblüten. Am 14. Januar 2021 übertrifft sich der Briger Rechner selbst.

  • Er philosophiert über die Impfstoff-Produktion im nahen Visp und ortet einen Flaschenhals: “Und dies, obwohl eine zusätzliche Impfstrasse nur 30 Millionen kostet. So viel wie die Heckflügel eines F-35-Bombers.”
  • Wumm! Das hat er wieder zu- und danebengeschlagen. Ohne die Zusatzauslagen kostet ein F-35 rund 80 Millionen. Laut Bodenmann entfall auf die beiden Heckflügel 37,5% – für das übrige Flugzeug bleiben zum Glück noch 62,5%. Selbst wenn man die vollen 150 Millionen pro Maschine rechnet, verschlingen Bodenmanns Heckflügel noch immer 20%.
  • Die Mehrzweckwaffe F-35 kann viel. Aber eines ist der Einsitzer nicht: Er ist kein Bomber wie B-2, B-52, Tu-95 oder Tu-160, die alle eine Besatzung von mehreren Fliegern erfordern.  Ein Pilot für einen Bomber à la Bodenmann – nie gehört! Undenkbar!

Brasilianische Hermes-900.

Israel setzt permanent 22 Hermes-900 ein.

Die Drohne, die nicht fliegt

Nicht fehlen dürfen bei Bodenmann die Drohnen, “die nicht fliegen”. Stimmt im Moment für die sechs Schweizer Hermes-900.

  • Nur tut der Briger Dichter der Firma Elbit und ihren Hermes-Drohnen grob Unrecht, weil er offenbar nicht weiss, dass die Hermes auf der ganzen Welt fliegt, wie in Island arktische Aufträge erfüllt und, was Israel und Aserbaidschan betrifft, Kriegseinsätze wahrnahm.
  • Die israelische Luftwaffe stellte ihre Hermes 2014 im 3. Gazakrieg in Dienst und setzt jetzt problemlos 22 Elbit-Drohnen ein. Hermes fliegen auch in Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Mexiko und den Phillipinen – alles klaglose Kunden.
  • Auch ein Bodenmann könnte seine meist im Indikativ erhobenen Anwürfe anhand der “Military Balance 2020” des IISS leicht verifizieren; aber das ist vom Briger Hotelier wohl zuviel verlangt.

Trümmerfrau und Drei-Minuten-Ei

Viola Amherd, Trümmerfrau.

Wimmelt es in einem Text von Sachfehlern, nimmt man auch Aussagen unter die Lupe, die im Ermessen liegen; doch da wird der Befund nicht besser:

  • Seine Lokalfeindin Viola Amherd apostrophiert er als “Trümmerfrau”. Warum nur? Sie bestand ihre härteste Probe, die Kampfjet-Abstimmung, mit Erfolg, wenn auch knapp. Maximal 40 moderne Flugzeuge sichern die Zukunft unserer Luftwaffe auf Jahrzehnte hinaus.
  • Den ersten “CORONA”-Dienst der Armee tut der Siebengescheite als “Mega-Flop” ab. Woher hat er das? Sprach er je mit dem Grenzwachtkorps, das ein tüchtiges Bataillon nach dem anderen an der Grenze entscheidend entlastete? Kennt er den Dank der Kantonsregierungen und des Spitalpersonals an die Sanitätstruppen? Oder verdrängt er dies schlichtweg?
  • Seinem Stammfeindbild im Bundesrat, Ueli Maurer, unterstellt er, er sei “inzwischen weicher als ein Drei-Minuten-Frühstücksei”. No comment, bestenfalls ein Rohrkrepierer.
  • Von den Wirten und Maurers Corona-Politik weiss Bodenmann, sie liefen “Sturm gegen diese neoliberale Logik.” Wo es die Spatzen doch von den Dächern pfeifen, dass es Ueli Maurer ist, der sich im Bundesrat gegen Schliessungen stemmt. Hegelianische Dialektik – oder schlicht Sinnesverwirrung?