BISS – “Wie Medien die Lage schönschreiben”

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Am 10. Juni 2022 schreibt in der NZZ der Feuilletonchef Benedict Neff einen mutigen Kommentar zu den Ukraine-Berichten westlicher Medien. Schon in der Titelung nimmt er Stellung:

  • “Wie Medien die Lage der Ukraine schönschreiben”
  • “Putin ist sterbenskrank, die russische Armee am Boden – die Berichterstattung westlicher Medien ist zu stark von Wunschdenken geprägt”

In der Substanz gelangt Neff zum Schluss:

  • “Wer nüchtern auf die Kriegslage zu blicken versucht, macht sich unter Umständen schon verdächtig. Als würde er damit die westlichen Werte oder den ukrainischen Abwehrwillen verraten.”
  • “Anteilnahme ist jedoch kein Kriterium, um eine Situation möglichst exakt und schonungslos zu beschreiben. Oft ist sie sogar hinderlich.”

Solche Gedanken dürften dem Feuilletonisten Neff in der NZZ-Auslandredaktion nicht nur Freunde eintragen; ganz zu schweigen vom Inlandredaktor, der die Kiewer Lobhymnen militärisch auszuschmücken sucht (“fehlender Flankenschutz” für einen russischen Verband, dessen beide Flanken solid von eigenen Nachbartruppen gehalten werden, und so fort – alles aus dem Milchbüechli).