BISS – Was wäre die Schweiz ohne SWISS?

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Wenn Not, hilft die SWISS.

 

Soeben stellte die Redaktion die Meldung vom SWISS-Flug nach Taschkent auf den Blog. Wieder ist es die SWISS, die in Not hilft. Das Flugzeug wird Schweizer und Schweizer Ortskräfte von Usbekistan nach Zürich in Sicherheit bringen.

Man überlege einmal, was die Schweiz ohne die SWISS wäre. 2004 plante das VBS ernsthaft die Anschaffung zweier Transportflugzeuge. Der Ständerat stimmte im Rüstungsprogramm 109 Millionen Franken für zwei spanische CASA C-295M zu. Im Nationalrat brachte die “unheilige Allianz” von SP und SVP das Vorhaben zu Fall. Auch 2021 beschränkt sich die militärische Luftransport-Kapazität unseres Landes auf die respektable Heli-Flotte von Super Puma, Cougar und EC-635 plus kleinere Flugzeuge, die sich indessen nicht für eine Evakuation grösseren Umfangs eignen.

2020: Masken, Schweizer, Ausländer

Es lohnt sich auch, die turbulente erste Phase der Corona-Pandemie im Frühling 2020 Revue passieren zu lassen. Bundesbern war an allen Ecken und Enden überfordert. Die Bundesämter für Kriegsvorsorge und Gesundheit hatten versagt.

  • Weder Masken noch Schutzmaterial war in genügender Zahl vorhanden. Wer rettete die Situation? Es war die SWISS, die Passagiermaschinen umbaute oder räumte, um in Fernostasien Masken und vieles Nötige zu besorgen. An der Spitze flog SWISS-Captain, Hauptmann und Nationalrat Thomas Hurter.
  • Zugleich ergab sich das Problem, das viele Schweizer im Ausland vom jähen Ausbruch der Seuche überrascht worden waren. Ihre Flüge in die Heimat waren schlicht gestrichen. Umgekehrt wollten in der Schweiz zahlreiche Ausländer zurück in ihre Länder. Aber auch sie sassen fest.
  • Wer sprang unbürokratisch ein? Die SWISS! Innert kürzester Zeit holte sie – koordiniert mit dem EDA und dessen Krisenstabschef Botschafter Lenz – Schweizerinnen und Schweiz aus “verbockten” Destinationen im Ausland zurück. Und vice versa ermöglichte sie einer Vielzahl von Fremden in unserem Land den Weg nach Hause.
  • Die Liste liesse sich verlängern. Man könnte Staaten anführen, die der Schweizer Aviatik für unkomplizierte Hilfe im Austausch von Gefangenen dankbar sind – in Kooperation mit dem IKRK. Auch im Sinne unserer Neutralität.

Zum Glück weiss das Gros der Schweizer Bevölkerung die SWISS zu schätzen. Immer wieder beweist unsere Airline, das sie in der Not ohne langes Federlesens bereit steht und hilft.

Das waren 2044 die Konkurrenten: die spanische Casa-295  …

… und die Verliererin, die amerikanische C-130 Hercules (hier bei der Landung in Belp).