BISS – Was ist das, “die europäische Lösung”?

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Norwegische F-35, im hohen Norden permanent im Ernstfall-Einsatz gegen Russland.

 

Lamentabel mutet einen Tag, bevor sich der Bundesrat des Kampfflugzeuges annimmt, das elitäre Streben nach “europäischen Lösungen an”. Neuerdings fliegt selbst der Texaner F-35 als “europäischer” Jet, weil ihn auch Italien, die Niederlande, Belgien, Dänemark, Norwegen und bald wohl Polen einsetzen.

Dazu seien zwei Persönlichkeiten zitiert, die beim besten Willen weder den Amerika-Freunden noch dem liberalkonservativ-bürgerlichen Lager zuzurechnen sind: Bundesrätin Viola Amherd und Botschaft Christian Catrina. Beide antworteten an Pressekonferenzen auf die Gretchenfrage der Linken, zur internationalen Kooperation, im Ernstfall müsse die Schweiz selber bestehen; sie dürfe als neutraler, souveräner Staat nicht auf ausländische Hilfe vertrauen.

Stimmt! Nicht umsonst misst der Bund bei der Kampfjet-Evaluation der Forderung nach Autonomie viel Gewicht bei. Fachleute “aller Lager” bestätigen, dass die singulären Autonomie-Postulate der Schweiz in etwa den Gegenwert von zwei Flugzeugen kosten. Das ist schon gut. Corona hat es zur Genüge bewiesen: In Krise und Krieg ist jedem das eigene Hemd am nächsten.

Kurz: Welcher von den vier Jets es auch immer ist – wir brauchen mindestens 40 hervorragende, kostengünstige Kampfflugzeuge, die auch 2040, 2050 am Himmeln och bestehen. Wir müssen auch noch 2045 unserer 33-jährigen Piloten, sei er Hauptmann oder Major, mit gutem Gewissen in den Kampf gegen den Suchoi-57 befehlen können. Alles andere wäre gewissenlos, mit dem Ethos unserer Armee nicht zu verantworten.

 

Dassaults Rafale, eine kriegserprobte Kampfmaschine, “eine europäische Lösung”, nur: was ist das?