BISS – Waffenkunde? Fehlanzeige!

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Soldat der polnischen Spezialkräfte.

Eines vorweg: Die sprachenkundige Luzia Tschirky berichtet für das Schweizer Fernsehen aus Osteuropa mutig, eigenständig, spannend. Auch jetzt ist sie an der polnisch-weissrussischen Grenze couragiert am Werk, auch wenn sie – im Gegensatz zu angelsächsischen Korrespondenten – die “rote” Drei-Kilometer-Zone der Polen nicht betreten darf.

Einzig Waffen sollte sie nicht beschreiben. Am 11. November 2021 suchte sie die Bewaffnung der polnischen Spezialkräfte möglichst martialisch zu schildern. Sie habe auf Waldwegen “Patrouillen mit Maschinengewehren” gesehen.

Maschinenpistole, nicht MG

Patrouillen mit MG? Und das, um Migranten aufzuspüren? Sicher nicht! Polens gefürchtete Spezialkräfte – GROM und FORMOZA – sind wie alle Sondertruppen stark und vielfältig bewaffnet:

  • Sie sind Kunden beim deutschen Waffenbauer Heckler&Koch und setzen die Maschinenpistole MP5 ein. Ebenso besitzen das Sturmgewher HK416 (im deutschen KSK die G95K).

Maschinenpistole von Heckler&Koch.

  • Natürlich kennen sie auch das belgische Maschinengewehr FN Minimi mit dem 465 mm langen Lauf und das amerikanische Browning M2 (erhältlich auch mit Picantinny-Schiene).

Patrouillen sind schnell, wendig, gut bewaffnet. Nur Maschinengewehre tragen sie nicht herum. Was Luzia Tschirky sah, war mit grosser Wahrscheinlichkeit die kurze Maschinenpistole des polnischen KSK.

Polnische Spezialkräfte – stationär, nicht auf Patrouille.