BISS – USA: Iwo-Jima-Szene wühlt Gemüter auf

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Spezialkräfte vom Taliban-Bataillon Badri 313 hissen ihre weiss-schwarze Kriegsfahne.

Die Szene imitiert exakt die Hissung des Sternenbanners am 23. Februar 1945 auf dem Suribachi durch US Marines.

 

Wie erwartet wühlt in den USA das Nachstellen der ikonischen Iwo-Juma-Szene von 1945 die Gemüter heftig auf. Mit ihrer Inszenierung trafen die Taliban den Nagel auf den Kopf:

  • Sie drehten eine der tapfersten Schlachten, die amerikanische Soldaten je fochten, ins Gegenteil um und verspotteten den Gegner, den sie nun in zwanzig Jahren besiegt haben. Iwo Jima? Das können wir auch! – ruft das neue Bild der geschlagenen Weltmacht zu.
  • Überdies tragen die Taliban den Kampfanzug der amerikanischen Spezialkräfte, der hochgeachteten Elite der United States Armed Forces.
  • Auch die Helme, die klar erkennbaren Nachtsichtaufsätze und die hellen Schuhe müssen sie von anderen “Special Forces” erbeutet haben, nach menschlichem Ermessen nicht von Amerikanern, sondern von einer feigen Ghani-Truppe. Auch bei den Sturmgewehren handelt es sich um Standardwaffen amerikanischer Kampfverbände.

Die Erinnerung an 1945

Am 4. Juni 1942 wendete die US Navy im Krieg gegen Japan in der Midway-Schlacht das Blatt. Bis 1945 eroberten ihre Marine-Infanteristen im Pazifik Insel um Insel, oft in blutigem Gefecht.

Die terrestrische Last trug das Marine Corps. Eine der bittersten Schlachten schlug es um die Insel Iwo Jima. Tausende Japaner und Amerikaner fielen. Als Marines auf dem Mount Suribachi das Sternenbanner hissten, schoss der Fotograf Rosenthal für die USA das Bild des Krieges, vergleichbar mit der Aufnahme, die dem Russen Khaldei am 2. Mai 1945 auf dem Berliner Reichstag gelang.

Als Guerilla-Armee legen die Taliban Wert auf Geheimhaltung und Überraschung. Dass sie beides beherrschen, bewiesen sie in ihrer Sommeroffensive 2021. Jetzt macht das Propagandakomitee eine Ausnahme: Sie nennt den Verband der fotografierten Soldaten. Es handelt sich um das Spezialkräfte-Bataillon Badri 313. Ist es eine Finte? Tarnung und Täuschung? Schwer zu sagen!

Den Propaganda-Effekt haben sie mit dem Iwo-Jima-Bild jedenfalls erreicht. Die amerikanische Presse ist voll von Bildern wie der Montage der grossen Tageszeitung USA Today:

Links 1945, rechts 2021.

Den brutalen direkten Vergleich überschreibt die Redaktion mit dem Titel: “Die ultimative Demütigung.” Genau so tönt es in zahlreichen anderen Blättern, auf dem Netz und in den Spalten sozialer Medien, in denen Patrioten über die “Gemeinheit”, die “Niedertracht” des Taliban-Fotografen und seiner Auftraggeber klagen.

Iwo Jima: Bücher und Filme

Zusammen mit der Invasion von 6. Juni 1944 und der Ardennenschlacht vom Dezember gleichen Jahres nimmt die Eroberung von Iwo Jima in der amerikanischen Geschichte eine Glanzposition ein. Viele Bücher und mehrere Filme heroisieren den tapferen Kampf der Marines, die auf japanische Verteidiger stiessen, die entschlossen waren, bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen.

Film mit dem “ewigen Helden” John Wayne.

Klassiker von Ryuho Okawa.

Eine Fahne, ein Land, ein Herz, eine Nation, immer stärker!

Sogar Indien bediente sich des Mythos’ von Iwo Jima:

Links die indische Fahne, rechts die Fotografin.