BISS – Spektakuläre Feind-Propaganda gegen Russland

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Schon am 1. Januar 2020 schlug Kiews Geheimdienst Alarm: Seine Feind-Lage auf der Krim.

Die aktuelle Karte stammt von der CIA. Kiew schwingt die schwere Propaganda-Keule: 175’000 Mann, 100 Bataillons-Kampfgruppen, die in der Gerassimow-Struktur den taktischen Baustein bilden.

Zwar darf der Psychologische Krieg in der Schweiz nicht so heissen – in Bern sind das Info Op –, doch im zähen Ringen um die Ukraine findet er sehr wohl statt, ausgehend von der Propaganda aus Moskau und Kiew, letztere Kraft sekundiert von den USA. Es folgen aus der ukrainischen Küche spektakuläre Fotos und Karten, alle mit drei Zielen:

  • das eigene Volk gegen Russland zusammenzuhalten;
  • der eigene Armee angesichts des russischen Aufmarschs den Rücken zu stärken;
  • die Russen vor Europa und der Welt als Aggressoren zu benennen.

Kiews Psychologische Kriegführung arbeitet mit allen Mitteln der Kunst. Dessen sollten wir uns bewusst sein, wenn wir das folgende Material betrachten. Die ukrainische Propaganda deckt Russlands ganzen Aufmarsch ab, legt das Schwergewicht indes naturgemäss auf den Südosten und Süden, namentlich auch auf die Krim – seit dem März 2014 in russischer Hand.

Der Krieg der Kartographen

Schon im August 2021 stützt sich Kiew auf eine respektierte US Quelle, auf das ISW. Im Focus die starke Feind-Präsenz auf der Krim.

Der rote Aufmarsch auf der detaillierteren Karte des SBU, des Kiewer Geheimdienstes. Oben “SMOLENSK”, dann “OREL–WORONESCH”, “DON”, “KRIM”. Alles Schlüsselgelände schon im 2. Weltkrieg.

Russlands Militärpräsenz im Donbass

Wert legt der SBU auf die russischen Truppen im Donbass. Inf und Art Verbände. Rot diagonal die Abschnittsgrenze von Donezk (unter links) zu Luhasnk (oben rechts).

Die dratische Propagande-Version der Donbass-Karte.

Mit grober Kelle angerührt: Angeblich bedrohen 209’000 Mann die Ukraine, davon rund 80’000 an der Grenze, aus dem Donbass und der Krim.

So soll Russland seine Präsenz im Donbass verstärken: Von 30 Kampfpanzern auf 600, von 124 Schützenpanzern auf 1’260, Artillerie von 110 auf 1’060, Raketen von 50 auf 470. Zu den Raketen zeigt Kiew Fotos der Iskander.

Der Krieg der Bilder

Satellitenbild vom Bereitschaftsraum Novoozernoye auf der Krim, verbreitet vom Russland-kritischen Dienst Maxar.

So sah der bescheidene Stützpunkt Novoozernoye vor der lautlosen Krim-Annexion 2014 aus.

Dezember 2021, Taganrog, 270 Kilometer von Kertsch entfernt: Fallschirmjäger besteigen Ilyushin-76.

Krim, November 2021: T-72-Kommandant grüsst.

Aufmarsch auf der Krim.

Russlands Luftwaffe baut die Festung Krim aus

Zwei Pisten: 3’450 x 70 Meter, 3’000 x 48 Meter.

Satelliten-Aufklärung.

Details zu Luftstützpunkt.

Am Westufer der Krim.

Die ukrainischen Dokumente sind alle mit englischer Schrift versehen. Das ist kein Zufall. Die dritte Stossrichtung der Propaganda, das Ausland, richtet sich vorrangig an die angelsächsische Welt. Am meisten militärische Hilfe erhielt die Ukraine bisher aus den USA und Grossbritannien. So sind es vor allem Briten und Amerikaner, welche die Ukrainer trainieren. Wenn Kiew die besten jungen Offiziere zur Weiterbildung in den Westen schickt, dann nach Sandhurst, Fort Benning, Fort Sill, Fort Leavenworth und so fort.