BISS – “political correctness”: Jetzt reicht’s

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Der Schellen-Under. Seit jeher sticht der Under beim Trumpf jede andere Karte.

Als Buur zählt der Under stattliche 20 Punkte, das Nell 14.

Die “Dreifaltigkeit” Gender, Klima und Diversität droht auch in der Schweiz jegliche Gesprächsfreiheit zu vergiften, verbreitet von fanatischen Apologeten, die aus den USA die grässliche “political correctness” einführten. Ihr neuester Schrei gilt Spielkarten und dem Schwarzpeterspiel:

  • Die Schweizer Jasskarten seien rassistisch, weil alle Figuren weisse Haut trügen. Und anti-femistisch, da der König über der Dame rangiere. Gleich ein doppelter Verstoss gegen die politische Korrektheit. Schlimm auch die Hierarchie, zuoberst die Kirche, dann die Monarchie, total anti-egalitär!
  • Schon gar nicht gehe der schwarze Peter. Nur schon das Adjetkiv “schwarz”; und erst noch die schlechteste Karte im bösen Spiel – die Karte, die keine und keiner wolle.

Mon Dieu, wie weit sind wir gekommen! Wir Schweizer jassen, je nach Wohnort, mit französischen oder deutschen Karten. Unsere deutschen Jasskarten sind uralt, wie auch die französischen, die – um nur ein Beispiel zu nennen – der Napoleon-Prinz Louis Bonaparte vom Arenenberg aus in einzelnen Regionen des Kantons Thurgau streute.

Wie hätten Sie es denn gern, ihr Herren Super-Ideologen? Was würdet Ihr ausrufen, käme eine schwarze Figur unter einer weissen zu stehen käme? Und ist Euch bewusst, dass die Karten tief in unverfänglicher Geschichte wurzeln? Die Rangfolge ist pikant:

  • Das Ass, gemäss Duden neuerdings mit “ss”, als höchstes Wesen, französisch “être suprême”
  • Der König
  • Der Ober, französisch die Dame
  • Der Under, sozusagen der “Untertan” des Königs
  • Das Banner, mit zehn Punkten wertvoll, in der Stech-Hierarchie aber gefährdet, wie die Fahne in der Schlacht
  • Die Brettchen 9, 8, 7, 6, Soldaten oder einfaches Volk.

Nur regieren der Under und das Nell alle anderen, sobald wir mit Trumpf jassen. Und der “Unenufe” kehrt die Stechordnung: Plötzlich ist die Sechs die höchste Spielkarte und das Ass wertlos. Wo bleibt da die Hierarchie, wenn der Under, der Buur, sich erhebt? Und die Sechs den König sticht?

Auch am schwarzen Peter ändern wir nichts, gar nichts. In Zürich verfolgt die rot-grüne Stadtregierung alles, was die vier Buchstaben “Mohr” umfasst – eine unsägliche Hexenjagd, als ob die Stadt nichts anderes zu tun hätte. Machen wir den Unsinn nicht mit. Geniessen wir den Mohrenkopf, jassen wir mit Buur, König, Dame, Under und spielen wir einander getrost den schwarzen Peter zu!

Das wünscht Ihnen Ihr

Peter (Forster), wohnhaft in der demokratisch geführten Gemeinde Salenstein gleich unter dem “hierarchisch reich befrachteten” Napoleonschloss Arenenberg

Lassen wir uns den schwarzen Peter nicht vermiesen!

Wenigstens in weiblicher Form …