BISS – Die Linke weiss nicht, was die Linke tut

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Siehe auch > BISS – Da kommen einem die Tränen und NZZ meldet: Amherd wolle den F-35 und BISS – Kampfjet 3: Vier Konkurrenten im Endkampf und Gegen GSoA-Erpressung und BISS – Das Kleingedruckte bei der GSoA und BISS – Die GSoA-Initiative im Wortlaut und BISS – Wie die GSoA den Jet-Kauf verzögern will

 

Sun Tzu lehrt: “Kenne Deinen Feind!”

Ja, auch in unserem Fall heisst das Feind; denn die GSoA und ihre politischen Instrumente sind der Feind unserer Armee. Sie wollen sie abschaffen.

In Sachen Kampfjet wartet die Linke fast stündlich mit neuem Klamauk auf. Nur weiss die Linke manchmal nicht, was die Linke tut.

  • Schon am 2. Juni 2021 deckte dieser Blog dank eines Hinweises auf: Die GSoA behält sich in einem Bettelbrief vor, nicht nur gegen U-Jets, sondern auch europäische Flugzeuge mit einer Volksinitiative zu bekämpfen – so den ein “unsauberer Kaufprozess” vorliege.
  • Bestätigt wird das durch weitere GSoA-Äusserungen: “Bei Vorliegen krasser Ungereimtheiten” würden 100’000 Unterschriften gegen jeden Typ gesammelt. Beide Formulierungen sind reiner Gummi: Die GSoA behält sich in jedem Fall vor, nochmals anzutreten, nochmals Lärm und von sich selber zu reden zu machen, die Beschaffung zu verzögern und – was schon in Anbetracht des Ständemehrs und des Anti-Zwängerei-Reflexes – eher unwahrscheinlich anmutet – den Jetkauf doch noch zu Fall zu bringen.

Wie aber tönt es bei PSG, Priska Seiler Graf?

Von allen Linken erregt im Schweizer Medien-Mainstream ausgerechnet die Politikerin am meisten Aufmerksamkeit, die am wenigsten von Militär, Aviatik und Kampfflugzeugen versteht: PSG, Priska Seiler Graf. Sie verkündet genau das Gegenteil von den oben genannten Aussagen der GSoA:

  • Gegen einen amerikanischen Jet – jetzt genauer: gegen den F-35 – werde in jedem Fall rasch die Initiative lanciert.
  • Der Vorstoss werde sich nur gegen ein Flugzeug aus den USA richten. Wenn der Bundesrat einen europäischen Typ vorziehe, werde auf die Volksinitiative verzichtet.
  • Das hätten die GSoA, die Grünen und die Sozialdemokraten so miteinander abgemacht.

Fazit: Wenn sich die GSoA durchsetzt …

Der Widerspruch im linken Lager ist eklatant. Entweder plant die GSoA in jedem Fall die Volksinitiative, notfalls im Alleingang – oder PSG pocht auf eine Abmachung, welche die Armeeabschaffer nicht kennen oder nicht mehr kennen wollen.

Wenn sich die GSoA durchsetzt, schwächt sich die Linke selber. Das GSoA-Hintertürchen entwertet das ohnehin haltlose Argument noch ganz, in amerikanischen Jets flögen die CIA oder das Pentagon mit. Wenn derart schwammige Begriffe wie “unsauberer Kaufprozess” den Ausschlag für einen neuen aufwendigen eidg. Urnengang geben, dann ist es mit einer kampfstarken Argumentation schlecht bestellt.