BISS – Konzertierte Kampagne gegen die USA

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Seit dem Vietnamkrieg, seit Ende der 1960er-Jahre, ist ein pointierter Anti-Amerikanismus in linken Kreisen Mode, Pflicht und fanatische Leidenschaft. Nahrung bekam er in den vier Trump-Jahren 2017–2021. Dank Melania Trumps Erbe, ihrem Rosengarten vor dem Weissen Haus, geht den Anti-USA-Schreibern die Munition nicht aus.

Operationell geht es nicht um ein paar Buchsbäume. Handfest haben sich Schweizer Amerika-Hasser längst auf zwei US-Kampfflugzeuge eingeschossen, deren Kauf sie unbedingt verhindern wollen. Sie lassen am F/A-18 von Boeing und am F-35 von Lockheed Martin keinen guten Faden.

Sie fürchten den F/A-18 und den F-35

Wenn man ihre Ergüsse liest, könnte man glauben, dass dem F/A-18 bald Flügel abfallen und Zellen einbrechen. Aber: Es ist immerhin die Maschine, die sich in der Schweizer Luftwaffe seit Jahrzehnten bewährt. Kein einziger F/A-18-CD-Verlust ging in unserem Land auf Materialfehler zurück.

Und die US Navy, nicht gerade ein Verein von Stümpern, beschafft laufend neue F/A-18-EF. Diese stellen auf den Flugzeugträgern die Hauptwaffe und Speerspitze. Maschinen, die auf dem Träger starten und landen, müssen besonders stabil und extrem widerstandsfähig sein. Jedoch nur, weil der F/A-18 von Boeing und mithin aus den USA kommt, ziehen ihn Schweizer Medien durch den Dreck.

Noch mehr fürchten die USA-Feinde den F-35. Ihm werden mühsam neue Mängel angekreidet. Nur verschweigen die Kritiker, dass Lockheed Martin sich prallvoller Auftragsbücher erfreut. Das texanische Unternehmen rechnet mit insgesamt 4’000 Auslieferungen, was den Preis senkt.

Wie verträgt sich der weltweite F-35-Erfolg mit den Schweizer “Experten”, die am Stealth-Jet keine gute Niete lassen? Unvergessen bleibt der Pro-Airbus-“Aviatiker”, der in Payerne den staunenden Besuchern im Massstab 1:1 zeigte, “wo es beim F-35 hineinregnet”, bevor er sich französisch aus dem Staub machte.

Zu den besten Luftwaffen der Welt gehört die israelische. Unter ihrem Kommandanten, dem Kriegspiloten Amikar Norkin, baut sie F-35-Staffel um F-35-Staffel auf. Operationell fliegen im Kriegseinsatz schon zwei komplette Formationen zu zwölf Jets; bald werden es etliche mehr sein. Warum wohl präferieren Israels Flieger und Ingenieure den F-35 – wenn er so ein Versager wäre, wie man es in Payerne vor dem Original hörte?

Man merkt die Absicht …

Hinter der Anti-USA-Kampagne steht der Verbund von Journalisten, der den europäischen Konkurrenten dient. Es steht ausser Zweifel, dass auch Europa zwei Typen anbietet, die von der Armasuisse gründlich geprüft wurden. Nur vermisst man in den Trägermedien der Anti-Amerika-Journalisten – bei Tamedia und der SRG, dort beim Super-Flugi-Kenner Müller – die Kritik an ihren Lieblingsmodellen. Ist es Zufall? Absicht? eigenes Kalkül?

Der politische Druck gegen den F/A-18 und den F-35 ist längstens aufgebaut. Schon drohen die GSoA und die Linken mit einer Initiative, sollte sich der Bundesrat für einen amerikanischen Jet entscheiden. Diesen Vorstoss brauchen wir nicht zu fürchten: Er ist dem Ständemehr unterworfen und muss gegen den Anti-Zwängeli-Reflex der Stimmbürger ankämpfen; viele hassen es, wenn Verlierer innert zweier Jahre den Ausgang einer Abstimmung via neuen Urnengang kehren wollen.

Welches Flugzeug auch immer das beste ist – der Bundesrat sollte sich für das Modell entscheiden, mit dem wir unsere Piloten auch noch 2060 in den Luftkampf, in die Aufklärung und den Erdkampf schicken können. Was 2060 ist, wissen nicht einmal die Propheten, die in Bern das Gras wachsen hören.

Ulrich Bollmanns Leserbrief

Aussenpolitisch schrieb mein Vorgänger im Rgt Kdo, der weise Oberst Ulrich Bollmann, der NZZ am Sonntag einen lesenswerten Text. Er erinnert an die Tatsachen: Militärisch sind Frankreich und Deutschland seit dem Brexit “die letzten Mohikaner”; aber sie streiten permanent – siehe den gemeinsamen Panzer (bisher nicht mehr als ein Rheinmetall-Turm auf einem Nexter-Chassis), den angestrebten Jet und die Chimäre Europa-Armee! Überall scheitern die Visionen am eigenen Egoismus.

Gemäss dem linken Mantra dürfen es nur noch europäische Waffen sein. Hält das der Zeitgeschichte und der Aktualität stand? Wo bleibt rationales Denken und Handeln?