BISS – Info-Krieg gegen die Schweiz? Nein!

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Siehe auch > BISS – Info-Krieg in der Schweiz? Ja, leider und BISS – Info-Krieg: NZZ gegen Tages-Anzeiger

 

Mit grossen Lettern und dünnen Andeutungen malt die NZZ einen möglichen Info-Krieg gegen die Schweizer Soldaten im Kosovo an die Balkan-Wand. Was ist Info-Krieg?

  • Propagandakriege sind so alt wie das Kriegshandwerk. Ein Meister war auf seinen Feldzügen Alexander der Grosse; solange er Fortune hatte, auch Napoleon Bonaparte. Ein Meister war ebeno Moshe Dayan, der General mit der Augenklappe.
  • Moderne ausländische Armeen integrieren für den Info War Spezialisten für TV, Radio, Print – und seit den 1990er-Jahren immer dominanter das Internet. Alle verfügen über Köpfe, Soft- und Hardware. Putins Trolle lassen grüssen.

Was will eine Kriegspartei im Info-Krieg

Seit David gegen Goliath verfolgen Kriegsparteien drei Hauptziele:

  • Auf allen Kanälen soll die eigene Leistung und Haltung gepriesen werden, während der Feind als schmutzig, schlecht, verbrecherisch dargestellt wird.
  • Die eigene Armee, die eigene Politik, die eigene Bevölkerung sollen in ihrem Wehrwillen, in ihrer Bereitschaft, Krieg zu führen und Leben zu opfern, bestärkt werden. Die üble Goebbels-Propaganda verfing in der Hitler-Jugend bis zuletzt.
  • Die gegnerischen Streitkräfte, ihre politische und wirtschaftliche Führung und das feindliche Volk sollen demoralisiert, entmutigt und in den Defaitsmus gezwungen werden. Das aktuelle Paradebeispiel bieten die Taliban in Afghanistan.

Serben gegen Kosovaren – und vice versa

Was heisst das für die Swisscoy im Kosovo?

  • Auch im besten Feldstecher ist kein Feind erkennbar, der es im dortigen deftigen Info-Krieg auf die Schweizer abgesehen hat.
  • Kaum in einer anderen Grossregion tobt der psychologische Krieg seit so langer Zeit so dreckig wie am Balkan. Zehntausende wurden vertrieben, aus Serbien, aus Kroatien, aus Bosnien und dem Kosovo – “ethnische Säuberung” hiess das verlogene Schlagwort für Mord, Schändung, Brandstiftung.
  • Im eternellen Ringen von Serben und Kosovaren ist es eine grobe Selbstüberschätzung, die Schweizer Kompanie in den Focus eines Info-Kriegs zu rücken. Die Information Warriors der Konfliktparteien haben anderes im Sinn, als Neutrale entweder zu belobigen oder durch den Dreck zu ziehen.

Serbien bewusst gemieden.

Ausserdem widerlegt der Autor sich selbst. Zum gross angelegten Logistik- und Gefechtsmanöver “DEFENDER EUROPE 21” schreibt er explicite, die Kampfverbände hätten Serbien bewusst umgangen:

  • über die Ostachse Ungarn–Bulgarien–Rumänien
  • und die Westachse entlang der Adria über Slowenien–Kroatien–Montenegro–Albanien.

Und da soll einer auf die Idee kommen, die Swisscoy ins Visier eines Propagandakriegs zu nehmen? Nonsens, Unfug, Sensationshascherei.