BISS – Gräbt Iran Atomanlage 154 m tief ein?

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Wir berichteten über den erfolgreichen Bunkerbrecher-Test auf der Eglin Air Base in Florida. Die US Air Force erzielte von einem F-15E Strike Eagle aus mit der neuen GBU-72-Bombe Volltreffer.

Nun relativiert der israelische Dienst Debka die Meldung aus den USA. Iran habe auf Israels Anschläge besonders gegen die Uran-Anreicherung in Natanz reagiert und die Zentrifugen unter Fels in einer Tiefe von 78 bis 154 Metern vergraben.

Die Nachricht ist brisant: Sie bedarf der Bestätigung durch eine zweite Quelle. Debka bringt Informationen, die der Dienst nur von Israels Geheimdienst MOSSAD haben kann.

Natanz ist sozusagen das Herz der iranischen Atomrüstung. Iran reichert in den Natanz-Zentrifugen das Uran an, das die Armee für die Atombombe braucht, die den Staat Israel auslöschen könnte.

Umso härter und raffinierter schlägt Israel immer wieder gegen Natanz zu. 2010 legte die berühmte Cyber-Kampfeinheit 8200 die Zentrifugen mit dem STUXNET-Wurm lahm. 2020 sprengte der MOSSAD die Anlage in die Luft.

Die israelische Luftwaffe plant und trainiert die Zerstörung von Natanz gründlich. Allerdings weiss Israels Führung: Aus der Luft allein lässt sich die feindliche Atomrüstung nicht zerstören. Israel muss zum Beispiel in Natanz oder Fordo oder Qom Spezialkräfte absetzen.

Für diese erhärtete Aussage liefert Debka eine wenig überraschende Bestätigung. Verlässliche israelische Quellen berichten: Namentlich die Operators der Luftwaffen-Sondereinheit Shaldag rüsten sich für das unterirdische Zerstörungswerk.