BISS – F-35, noch so ein Heuler!

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Zur vorgezogenen Unterschrift unter den F-35-Vertrag bekämpfen sich in der “Tages-Anzeiger”-Redaktion zwei Lager. Als Fürsprecher der raschen Unterzeichnung tritt Edgar Schuler auf. In der heutigen Ausgabe berichtet er:

  • Die grüne Nationalrätin und Armeeabschafferin Marionna Schlatter zweifle die Funktionsfähigkeit des F-35-Triebwerkes an.
  • Die zuständige Bundesrätin, die VBS-Chefin Viola Amherd, wolle den Vertrag schon im September 2022 unterschreiben – direkt nach der Herbstsession des Nationalrates, der den vorgezogenen Fahrplan noch gutheissen muss.

Beide Meldungen bedürfen einer Ergänzung:

  • Was Schlatter da von sich gibt, ist der letzte Heuler! Soeben hat Lockheed Martin in Fort Worth, Texas, den 800. F-35 ausgeliefert. In vier Kontinenten fliegen jetzt 800 F-35A, F-35B und F-35C – mit Triebwerken von einem der drei weltbesten Hersteller, von Pratt & Whitney (Weltspitze mit Rolls Royce und GE). Zum Ukrainekrieg fliegen F-35 im Aufklärermodus die ukrainische Grenze ab und sammeln Informationen, die nur sie erlangen. Im Baltikum und über Island versehen F-35 das in der Bedeutung noch gestiegene NATO Air Policing – alle ohne die geringsten Probleme.
  • Edgar Schulers Nachricht zum Herbst 2022 brächte die Schweiz, so die Meldung denn zutrifft, in Fort Worth in die optimale Ausgangslage. Bekanntlich produziert Lockheed Martin die F-35 “kleinparzelliert”: vier Israeli, fünf Polen, drei Finnen und so fort. Mit der frühen Unterschrift sichert sich die Schweiz eine vorteilhafte Position im Rennen um die Slots. Ob es aber schon September ist, da setzen Insider ein Fragezeichen. Realistisch wäre eher “noch im Jahr 2022”.

F-35 über der Arktis.