BISS – “Europäische Lösung”, von wegen!

Standard

 

 

 

Norwegischer F-35A.

Permanent berieselt uns der Anti-F-35-Verbund mit der Behauptung, der Bundesrat hätte einen europäischen Kampfjet auswählen müssen – mit 100 “Vorzügen”. Der Verbund polemisiert, insinuiert, spekuliert mit pflaumenweichen Scheinargumenten. Wie aber lauten die harten Fakten?

  • Gegenüber Italien und den Niederlanden bietet Lockheed Martin (LM) Hand zu einer europäischen Regelung: In Cameri, Piemont, produziert Alenia Aermacchi in Kooperation mit LM F-35A für Italien und die Niederlande plus F-35B für die italienische Marine. Dies bietet in Cameri mehr als 750 Arbeitsplätze.

Cameri, Piemont, Rollout des ersten italienischen F-35B, des Senkrechtstarters für die Marine.

  • Acht europäische Staaten entschieden sich für den F-35: Grossbritannien, Norwegen, Dänemark, die Niederlande, Berlgien, Italien, Polen und die Schweiz. Hängig ist die Typenwahl in Finnland, wo LM den F-35A anbietet und Boeing den F/A-18 Super Hornet – dies in Kombination mit dem superben EKF-Kämpfer Growler (der allerdings einen Nachteil hat: als Maschine der 4. Generation zieht er bei seinen EKF-Aktivitäten die Aufmerksamkeit des Gegners auf sich, was ihn negativ vom Flugzeugen der 5. Generation unterscheidet, die inhärent auch EKF-Fähigkeiten aufweisen).
  • Damit werden in Europa mehr Luftwaffen den F-35 fliegen als andere Länder in Europa die Produkte der europäischen Konkurrenz – nicht zu vergessen die US Air Force in Europa oder die US Navy im Mittelmeer mit ihren vielen F-35.

Bundesrätin Amherds Hinweis

Viola Amherd, die Chefin des VBS, verriet kürzlich in einem Interview, dass für die Produktion der potentiellen 36 Schweizer F-35 eine italienische Lösung erwogen wird. Damit kein Irrtum entsteht: Dies ist noch nicht entschieden. Aber es werden mehrere Optionen geprüft. Eine davon ist die Herstellung im piemontesischen Cameri.

In jedem Fall aber stecken in allen F-35, wo immer sie entstehen, 25% Europa.