BISS – Die Maulhelden vom Leutschenbach

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Gestern Abend und heute Freitag, 6. Mai 2022, putzt der Schweizer Medien-Mainstream einmal mehr unser Land nach allen Regeln der Stimmunsmache herunter. Nach Strich und Faden verdammt der Verbund von Fernsehen SRF, Radio Rotfunk, CH- und Tamedia die Eidgenossenschaft als Hehler, als Oligarchenhelfer, als Schuft.

Da erhebt in den USA eine klassische “Nichtregierungsorganisation” (NGO) den Vorwurf, die Schweiz diene bösen Oligarchen. Lanciert am Donnerstagabend von der SRG, nahmen am Freitagmorgen die einschlägigen Tageszeitungen den Ball auf. Der Tages-Anzeiger überschäumt fast vor Wut – Professor Hermann Lübbes “Diskurs der Empörten”.

Exakt an diesem 6. Mai half eine weltweit geachtete Schweizer Institution erneut Menschen in höchster Not. Sie trägt das Schweizer Kreuz, umgekehrt, will heissen: rot auf weiss, in ihrem Emblem. Das Kreuz schützt seit 1863 Menschen in höchster Not. Mit ihm geben sich die Helfer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zu erkennen, wenn sie Menschen beistehen, denen sonst niemand mehr helfen kann.

Am heutigen Freitag brachte das IKRK erneut 50 Menschen, unter ihnen elf Kinder, aus der Hölle von des Asow-Stahlwerks in Sicherheit. Je grösser in grausamen Kriegen die Not, desto dringender brauchen Schutzbedürftige das Rote Kreuz. Sein Chef, Botschafter Peter Maurer, war sich nicht zu schade, in Moskau den bärbeissigen Aussenminister Lawrow an das humanitäre Völkerrecht zu erinnern.

Wie so oft in Kriegen seit 1863 ist das IKRK die einzige Institution, der Kriegsparteien Vertrauen schenken. Gut zwei Monate lang vegetierten anfänglich etwa 1’000 Zivilisten in den Kellern, Bunkern und Gängen der Stahlfabrik. Ohne russisches Placet wären sie dort immer noch gefangen. Dank des vorzüglichen Rufes, den das Genfer Rote Kreuz besitzt, setzen seine Delegierten die Evakuationen durch. Nur sie können es, auch unter dem Schutz der leider vom Bundesrat ramponierten Schweizer Neutralität.

Das IKRK tritt selten an die Öffentlichkeit. Es hilft Menschen, ohne sich dessen zu rühmen. Welche Schweiz wollen wir? die Schweiz des Roten Kreuzes? oder diejenige der Maulhelden vom Leutschenbach?