BISS – Die ganz einfache Frage

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Im gefährlichsten Fall Gegner 2048: Suchoi-57.

 

Wir schreiben das Jahr 2048. Es trennen uns noch zwölf Monate vor dem erklärten Ziel der KP China, zum 100. Jahrestag ihrer Volksrepublik Taiwan 2049 zu erobern. In der Strasse von Taiwan und rund um die Insel ist der chinesisch-amerikanische Krieg entbrannt.

  • Die USA verteidigen China “mit allem, was sie haben”. Von Präsident Obamas Kräfte-Verlagerung weg von Europa nach Asien haben die Vereinigten Staaten in langen Jahren demokratischer Herrschaft den Schutz Europas vernachlässigt. Im Weissen Haus führten Joe Biden, Kamala Harris und deren Nachfolger Obamas Politik fort: “Asien zuerst, Europa danach.”
  • Ebenso schwächten demokratische Präsidenten die Rüstung. Gender-, Klima- und Diversity-Forderungen verdrängten das Postulat, die USA müssten auf zwei Theatern gleichzeitig Kriege bestehen. Sparprogramme taten das Ihre.
  • Russland nutzt das europäische Vakuum. Nach Chinas Angriff auf Taiwan besetzten russische Luftlande-, Panzer und Marine-Infanterie-Verbände das Baltikum. Die geringe Gegenwehr der NATO bewog die Militärführung am Ufer des Moskwa zum kühnen Stoss nach Ostpolen, Bulgarien und Rumänien hinein. Auf dem europäischen Kontinent tobt der Dritte Weltkrieg.

Der gefährlichste Fall tritt ein

Auch für die Schweiz ist der gefährlichste Fall eingetreten: Die Armee verteidigt gemäss Artikel 58, Absatz 2 der Bundesverfassung Volk und Land.

  • Am 2. August 2048 steigt in Payerne Hauptmann Roman A, 32-jährig, Berufsmilitärpilot, zu einer Aufklärungsmission auf. Zwar eignet sich sein Jet der 4. Generation, Erstflug 1986, zur Aufklärung nicht besonders. Aber die Luftwaffe hat nur diesen Jet. A soll eine feindliche Bereitstellung tief im Schwarzwald aufklären. Schon über dem Rhein entdeckt ihn ein gegnerisches Flugzeug der 5. Generation. Innert Sekunden stürzt der Schweizer ins nahe Grenzland.

Payerne, auch 2048 der bedeutendste Stützpunkt der Schweizer Luftwaffe.

  • Am 4. August erhält Major Patrick B, 38-jährig, verheiratet, Vater zweier Kinder, den Auftrag, den Luftraum gegen Nordosten zu verteidigen. Allein er erleidet das Schicksal von Hauptmann A. Kaum hat er sich am Himmel orientiert, nimmt ihn eine gegnerische Patrouille wahr. Aus sicherer Distanz trifft einer der beiden Suchoi-57-Piloten den Schweizer mit seiner tödlichen Luft-Luft-Rakete.
  • Am 5. August überqueren feindliche Panzer den Rhein bei Eglisau. Sie stossen in Richtung Flughafen Zürich-Kloten vor. In der Abwehr fordert der Kommandant des Kampfverbandes Boden Unterstützung im Erdkampf an (close air support, CAS).
  • Die Hauptleute Florence C und Daniel D, beide Mitte 30, steigen in Meiringen auf. Schweizer Spezialkräfte sollen die feindlichen Ziele beleuchten – state of the art, alles hundertfach trainiert, die besten Kräfte im Einsatz. Doch weder C noch D erreichen das Zürcher Unterland. Früh erkannt, werden sie von modernen Abstandswaffen ausgeschaltet. Der Bodenverband wartet vergeblich auf Hilfe.
  • Die Verluste der ersten Augusttage reduzieren die Schweizer Luftwaffe weiter. Der Restbestand an veralteten Maschinen macht weder dem Gegner noch der NATO Eindruck. Am Himmel tritt das ein, wovor erfahrene Heeresoffiziere gewarnt hatten: Die Schweiz verliert militärisch ihr “Dach über dem Kopf”.

Und nun die ganz einfache Frage: Weiss am 5. August 2048 noch jemand, wie die “zwingenden politischen Vorteile” lauteten, die Ende Juni 2021 die Regierung bewogen, um jeden Preis den schlechtesten Jet, einen Europäer, anzuschaffen?

Hoffen wir, dass es am 30. Juni nicht so weit kommt – trotz der fadenscheinigen Tamedia-Kampagne dieser Tage!