BISS: Der gewaltige Artillerie-Aufmarsch

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Siehe auch > BISS – 1945 und 2022: Wie sich Bilder gleichen

  • Die russischen Streitkräfte stehen in der Tradition der Roten Armee. Im Zweiten Weltkrieg fügte deren starke Artillerie der deutschen Wehrmacht schwere Verluste zu.
  • Das Bild oben vom Seelower Ehrenmal zeigt vorne die 152-mm-Haubitze, das stärkste Sowjetgeschütz, und hinten die legendäre Stalinorgel mit ihren Katjusha-Raketen.
  • Vom Kalten Krieg an hielten die Rote und die Russische Armee die Tradition ihrer wuchtigen Artillerie aufrecht: “Feuer erspart Blut”.

Gut dokumentiert: Der Aufmarsch der Geschütze und Werfer

  • Neu auf dem Netz erscheinen Luftfotos vom artilleristischen Aufmarsch gegen die Ukraine. Die Grafik ist noch vom Dezember 2021 datiert, doch macht sie nach wie vor Sinn. Die Bereitstellungen decken sich mit potentiellen Stossachsen.
  • Nach der russischen Doktrin bereiten langanhaltende Granaten- und Raketensalven Angriffe vor; und die Geschütze und Mehrfachraketenwerfer dringen mit den vorrückenden Panzer- und Mot-Infanterieverbänden vor.
  • Hier die amerikanische Grafik, erstellt aufgrund von Satellitenaufnahmen:

Rot vier Ballungsräume. Yelnya, Boyevo, Persianovka, Novoozernoye/Krim. Es fehlt Belorus. Aktuelle amtliche (!) Fotos zeigen die Verlegung von Artillerie nach Weissrussland.

  • Im Norden liegt Yelnya, ein umfangreiches Truppenlager, das Amerikas Satelliten genau “überwachen”. Wohl liegt Yelnya nicht direkt an der Grenze zur Ukraine; doch kann der Generalstab in Moskau die selbstfahrende und gezogene Artillerie rasch nach Süden verlegen.
  • Gleich doppelt belegt werden die Artillerie-Beereitschellungsräume im Raum Boyevo nordöstlich der Grossstadt Charkow, deren Einkreisung ein bedeutendes Ziel jeder Operation “DJENPR-OST” wäre.
  • Aufmerksamkeit verdient der Aufmarsch rund um Persianovka. Schon 1942/43 verschob sich die sowjetisch-deutsche Front im strategischen Kampfraum östlich von Rostow und der Don-Mündung mehrmals hin und her. Von den besetzten Bezirken Donezk und Luhansk führen mehrere Achsen in die Ukraine hinein (so der Mariupol-Stoss und die Attacke in Richtung Dnjepr-Bogen).
  • Seit länger im Focus steht die Bereitstellung Novoozernoye im Nordosten der Krim, recht nahe zur Landenge von Perekop, von der aus Achsen in drei Himmelsrichtungen führen, namentlich den Meeren entlang.

Wann setzt General Gerassimow diese gewaltige Artillerie-Kampfkraft in Bewegung? Zurück in die Garnisonen – verteilt über ganz Russland? Oder doch vorwärts > “ATTACO”?