BISS – Der Abgeodnete von Seattle

Standard

 

 

 

Von Payerne und Meiringen aus schnitt der F-35 gut ab.

 

Der F-35-Erfolg in der fliegerischen Evaluation liegt den Armeeabschaffern schwer auf dem Magen. Sie rennen gegen Tatsachen an wie Don Quichotte

Richtigstellung 1: Die Evaluation

In Ermangelung harter Fakten sät die gegnerische Kampagne im Hinblick auf die Volksabstimmung (2022 oder im eidg. Wahljahr 2023) Misstrauen. Selbst die fliegerische Evaluation von Payerne und Meiringen aus muss herhalten. Was aber ergab das Kräftemessen über den Walliser Alpen?

  • Das Hauptkriterium, der militärische Kampfwert, beschlug 55% der Ausmarchung. In diesem Belang schwang der F-35 deutlich obenaus.

Der Mehrzweckjet: F-35 von Norwegens Luftwaffe landet auf Schnee.

  • Namentlich überzeugte Lockheed Martin in der Anforderung, das neue Flugzeug müsse mehrere Rollen beherrschen: Luftpolizei, Luftkampf, Aufklärung, Erdkampf. Ein europäischer Bewerber erwies sich als Abfangjäger – und schwach in anderen Sparten; von der Überlegenheit des F-35 in Sachen Stealth und Sensorfusion ganz zu schweigen.
  • Ausser beim Offset lag Lockheed Martin auch in zwei der drei weiteren Kategorien vorne.

Erklärung 2: Das “Rattenloch”

Tamedia betet es vor, grüne Politiker plappern es nach: “Der F-35 ist ein Rattenloch, sagt selbst der amerikanische Kongress.” Allerdings umfasst das Parlament in Washington 535 Senatoren und Abgeordnete. Dass sich unter 535 einer findet, der so redet, liegt auf der Hand.

Nur: Woher stammt dieser Abgeordnete? Er vertritt den Pazifikstaat Washington mit Seattle. Und wer bietet in Seattle Zehntausenden Arbeit? Boeing, Hersteller der F/A-18. Alles klar (wobei Boeing und die Schweiz seit 1993 ein gutes, zuverlässiges Vertrauen verbindet).

Boeing in Seattle, der zweitgrösste Aviatik- und Rüstungskonzern der Welt – eigentlich unvorstellbar, dass sich ein solches Unternehmen mit der GSoA gemein macht.