BISS – Denken verboten? – Nein!

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Der F-35 soll fliegen – gegen GSoA-Propaganda, gegen PSG-Schmierenkomödien, gegen die ewigen Bedenkenträger!

 

Noch hat die GSoA ihre Anti-F-35-Initiative nicht eingereicht. Doch läuft im linken Polit-Medien-Verbund die Kampagne gegen den amerikanischen Jet auf Hochtouren. Am 2. Februar 2022 prangert die “Rundschau” in einem denkbar dünnen Beitrag die Armasuisse-Evaluation an. Im Mai 2019 erhielten die vier Bewerber den Auftrag, 370 Kilometer von der Schweiz entfernt auf einem feindlichen Flugplatz die Hauptpiste zu bombardieren und einen fliehenden Kommandanten auszuschalten.

Wie nicht anders zu erwarten war, zeigt sich im Bundeshaus die Patent-Expertin Priska Seiler Graf (PSG) “sehr schockiert”, während die Bürgerlichen Thierry Burkart und Werner Salzmann darlegen: Wer ein Flugzeug evaluiert, muss alle Bedrohungen prüfen. Dies bestätigt im “Rundschau-Verhör” in einem Null-Fehler-Ritt Divisionär Peter Merz, F/A-18-Pilot und Kommandant der Schweizer Luftwaffe.

Wer stach das Geheimdokument durch?

Im Hinblick auf die irgendwann kommende Volksabstimmung zur GSoA-Initiative, die als solche dem doppelten Mehr unterworfen ist, stellen sich Fragen:

  • Die “Rundschau” zeigte im Original den Auftrag, den die Armasuisse den Konkurrenten zur Air Interdiction stellte. Das Fernsehen besass geheim klassifizierte Dokumente. Zur Evaluation mussten sich die beteiligten vier Firmen zur absoluten Geheimhaltung verpflichten. Wer hat die Geheimakten zur “Rundschau” durchgestochen? Wer hat ein Interesse daran, dass der F-35 wie der Gripen 2014 in der Volksabstimmung abstürzt?
  • Kennt die “Rundschau” die Schweizer Regelung nicht, wonach Übungen, Manöver und Evaluationen auf einer Landkarte stattfinden, die nur die Schweiz als Schweiz bezeichnet, während Nachbarstaaten nach Flüssen benannt sind? Es ist durchsichtig, polemisch und politisch motiviert, von Angriffen auf “Prag”, auf “Tschechien”, auf “Berlin” zu reden.
  • Gravierender noch: Will das staatlich subventionierte Schweizer Fernsehen der Schweizer Armee das Denken verbieten?
  • Denn zu den Pflichten eines jeden Generalstabs gehört die Erfassung, Bewertung und Planung aller Bedrohungen. Die russische Rüstungsschmiede Almaz-Antei stellt Spitzenprodukte der Fliegerabwehr her: Die 160 S-400-Triumph-Batterien der russischen Flab reichen 400 Kilometer weit. In Böhmen oder Bayern stationiert, bekämpft das System mit dem NATO-Code SA-21 Growler Ziele auch über der Schweiz. Es wäre grob fahrlässig, diese Bedrohung zu negieren!
  • Divisionär Merz konterte den “Rundschau”-Frögli elegant, nachdem ihn dieser gefragt hatte, was er nun dem tschechischen Generalstabschef antworte: “Der macht exakt das, was wir auch machen.”

“Beethoven in der Endphase”

Kritische Fragen ruft auch der Anti-Armee-Mainstream der Schweizer Medien hervor:

  • Als Priska Seiler Graf in Italien an ihrem “Lieblingsflugi” Waffen entdeckte, brach sie entsetzt in “uiiii-uiiii”-Rufe aus. Immer, wenn ihr das Fernsehen wieder einen Anti-F-35-Knüller serviert, ist sie “schockiert”, “alarmiert”, “zutiefst bestürzt”.
  • Seit 1968 gehört die Armee mit den Banken, der Kernkraft und dem Privatverkehr zu den vier Feindbildern des linken Medienverbundes, der heute den Mainstream beherrscht. Weshalb nur rückt das staatlich subventionierte Fernsehen jedes Mal eine Politikerin in den Focus, die unzählige Male bewiesen hat, dass sie von Militär, von Aviatik, von Kampfjets keine blasse Ahnung hat und ein Sturmgewehr nicht von einem Regenschirm unterscheiden kann?
  • Intern im Pro-Armee-Lager: Warum nur gelingt es dem Fernsehen mit böser Routine, zu jedem Heuler einen Offizier des tragischen Typs “Beethoven in der Endphase” vor die Kamera zu zerren? Den Obersten i Gst, der zur “Investigativ-Journalistin” Nadine Woodtli ins Fliegermuseum schreitet und mit Leichenbittermiene klagt, da bestehe Gefahr, dass die Schweizer Defensivarmee zur offensiven Streitmacht mutiere?
  • Mittlerweile sollte durchgedrungen sein: Der Gegner steht nicht mehr unbedingt im Schwarzwald. Mit Fernwaffen kann er die Schweiz aus 400 Kilometern Distanz bedrohen. Wissen die Siebengescheiten nicht, dass die Armasuisse gefrevelt hätte, wenn sie in der Evaluation die Air Interdiction unterschlagen hätte? Die Szenarien Luftpolizei, Luftkampf, Aufklärung und eben Air Interdiction machen Sinn.
  • Zu letzterer gehört halt auch die Bekämpfung weit entfernter Bodenziele. Ist das so schwer zu verstehen?

Ein Wort noch zum Erdkampf

1994 erschien die “Taktische Führung 94”. Viele Kommandanten machten sich den Inhalt zu eigen und suchten, suchten, suchten > den Erdkampf – ohne ihn zu finden. Die Luftwaffe stellte den Hunter ausser Dienst und verlor auf einen Schlag die Fähigkeit zum close air support.

Dass dieser Zustand nun seit 28 Jahren anhält, schwächt die Armee und schadet der Dissuasion. Mit dem F-35 kommt der Erdkampf zurück. Die Armasuisse tat gut daran, diesen Auftrag in ihre Szenarien aufzunehmen. Zu Recht erteilte sie den vier Konkurrenten einen schwierigen Auftrag: die Bekämpfung von zwei Bodenzielen nicht im Rafzerfeld, sondern Hunderte Kilometer entfernt.

Doch dieses Nachrichtenspiel macht das Schweizer Militär noch lange nicht zu einer Offensivarmee; die Zerstörung zum Beispiel feindlicher Angriffsmittel samt dem Enthauptungsschlag gegen einen Feind ist defensiv angelegt.

Absurd ist die Behauptung von PSG, die Armasuisse habe die Evaluation von Anfang an auf den F-35 ausgerichtet. Die Air Interdiction hatte am Ergebnis einen Anteil von 2,75 Prozent. Es fällt schwer zu verstehen, dass eine Nationalrätin dem VBS ein derart dummes, parteiisches Verhalten unterstellt. So einen Anwurf haben weder die Chefin noch die Experten der Armasuisse verdient.

Friedrich II. der Grosse pflegte gegen Pamphlete und Anwürfe à la PSG zu sagen: “Tiefer hängen!”