BISS 1 – Island wehrlos unser Vorbild?

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Das musste ja kommen. Am 9. Mai 2022 beschloss der Nationalrat, das Armeebudget bis 2030 auf 1% des BIP aufzustocken. Vor und nach dem Beschluss schoss die NZZ quer: zuerst Biner 2 x im selbenText mit seiner “Stahlhelmfraktion”, dann Schäfer mit Texten, die den SOG-Präsidenten Knill zu einer dezidierten Replik zwangen.

Jetzt zieht der Tages-Anzeiger nach. Sein Bundeshaus-Chef Renz versteigt sich zum Titel: “Parlament verliert jede Selbstbeherrschung.” Und kommt dann wütend zu einer ersten Folgerung: Gegen Aggression “gäbe es imgrunde nur einen Weg – jenen, für den sich nun Schweden und Finnland entschieden haben: Wir müssten so schnell wie möglich Anschluss bei der NATO suchen. Auf sich allein gestellt, wäre die Schweiz bei aller Aufrüstung nicht in der Lage, gegen ein Angreifer wie Russland zu bestehen.”

“Dumm geboren, dumm gestorben, nichts dazugelernt”, pflegte Brigadier Mühlemann zu sagen, wenn er solche Sottisen las. Am 24. Februar 2022 überfiel Russland die Ukraine. Präsident Putin strafte all die Schweizer Lügen, die seit der Zeitenwende von 1989 gepredigt hatten, in Europa breche nie wieder Krieg aus. Putins Bruch des Völkerrechts muss all die lila-rot-grünen Armeeabschaffer hart ankommen. Da wagt es eine Grossmacht, ihre selbstsicheren Prognosen über den Haufen zu werfen.

Putin hat die GSoA und ihre Spiessgesellen auf dem falschen Fuss erwischt. Er hat die falschen Propheten entlarvt, so tragisch das an der Front für Feind und Freund ist. In der Weltwoche lokalisierte der Pressekritiker Zimmermann im Inland-Ressort des Tages-Anzeigers einen eigentlichen “Mob”, bestehend aus den Herren Loser, Fellmann, Renz, Poletti und Lenz: “Mob nennt man den agitatorischen Flügel einer Redaktion, der andere Meinungen als die eigene Ideologie zu unterdrücken versucht.”

Heute, am 14. Mai 2022, heult der linke Kampfblock gleich auf den Seiten 1, 2 und 3 auf. Gegen Ende seiner Philippika weiss Renz dann weder ein noch aus. Er findet doch einen anderen Pfad als den Weg zur NATO und verirrt sich in einer Schlusspointe, die die Gesinnung des Gesinnungsjournalisten verrät: “Island zum Beispiel hat überhaupt keine Armee, ist aber NATO-Mitglied. Es wäre lohnenswert, zu prüfen, ob die von Island eingekaufte Sicherheitsleistung jener der Schweiz unterlegen, gleichwertig oder gar überlegen ist. Kostengünstiger ist sie in jedem Fall.”

Voilà, die Maske fällt. Das kennen wir doch: die wehrlose Schweiz – und die grösste Abo-Zeitung des Landes als Sprachrohr der GSoA, im Klartext: der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee.