BISS – Der Wert unserer Spezialkräfte

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AAD 10, Ceneri, 2012.

Operator AAD 10 (Bilder fo, 2012).

 

Siehe auch > BISS – Das harte Training unserer Grenadiere

Auf unserem Blog finden Beiträge zu Spezialkräften stets hohe Beachtung – im Moment der Text “Es waren Speznaz, wie vermutet” zur tragenden Rolle der russischen Speznaz-Elite bei der Krim-Besetzung in der Nacht zum 1. März 2014.

Heute entdeckt die NZZ auf fast einer ganzen Seite die Bedeutung des AAD. Verdienstvollerweise streicht sie den Kabul-Einsatz des Armee-Aufklärungsdetatchementes 10 hervor. Und sie tut ihr Bestes, dem AAD 10 den Geruch der “Geheimarmee” zu nehmen und schildert – immer im Rahmen der gebotenen Geheimhaltung – die Eigenheiten des “Clubs”, wie das AAD in Isone heisst.

Kommando Spezialkräfte.

Das Kommando Spezialkräfte

Es lohnt sich, zusätzlich zum AAD 10, das höchstens 91 Operators zählen darf, das Kommando Spezialkräfte, das KSK, umfassend vorzustellen. Es untersteht dem erfahrenen Tessiner Obersten i Gst Nicola Guerini, der das Kommando in der alten Artilleriekaserne auf dem Ceneri führt. Selber stellt sich das KSK wie folgt vor:

Das Kommando Spezialkräfte (KSK) umfasst

  • die Grenadierbataillone 20 und 30,
  • das KSK Stabsbataillon,
  • die Fallschirmaufklärer Kp 17,
  • das Armee-Aufklärungsdetachement 10 (AAD 10),
  • das Militärpolizei-Spezialdetachement (MP Spez Det),
  • das Ausbildungszentrum Spezialkräfte (AZ Spez Kräfte).

Mit diesen Berufs- und Milizkomponenten ist die Schweiz zu vielfältigen Interventionen in der Lage.

  • Schutz und Intervention zu Gunsten der zivilen Behörden im Inland;
  • Sonderaufklärung und direkte Aktionen zu Gunsten der zivilen Behörden im Inland bzw. zu Gunsten der Armeeführung (bei gesteigerter Bedrohungslage in der Schweiz);
  • Nachrichtenbeschaffung, Beratung und Schutz zu Gunsten der zivilen Behörden im Ausland;
  • Rettung und Rückführung von Schweizer Bürgern aus dem Ausland; Militärische Assistenz.

Oberst i Gst Guerini (Bilder Schenker).

Die Leistungen werden durch Berufs-Einsatzelemente in allen Lagen rasch und aus dem Stand erbracht. Bei anhaltender grosser Bedrohung erhöhen die Milizelemente die Durchhaltefähigkeit sowie die Leistungserbringung in den Bereichen Sonderaufklärung und direkte Aktionen. Das KSK ist direkt dem Kommando Operationen unterstellt. Dies ermöglicht der Landesregierung, die Spezialkräfte in allen Lagen rasch einzusetzen und über eine kurze Befehlskette zu führen.

Das KSK sichert den Erhalt, die Ausbildung und Weiterentwicklung von Präzisionsschiessen, Fallschirm-Sprungdienst, Survival / Leben und Überleben im Feld, Helikoptertechnik, Zutrittssprengtechnik, amphibische Infiltrationstechnik, Personenschutz und Intervention. Das Ausbildungszentrum Spezialkräfte (AZ SK) ist sowohl das Ausbildungszentrum für die Spezialkräfte als auch das Kompetenzzentrum zu Gunsten der gesamten Armee.

Soweit die offizielle Vorstellung des Schweizer KSK.

Oberst i Gst Nicola Guerini und sein Team

Oberst i Gst Guerini verkörpert all die Qualitäten der Spezialkräfte. Sein direkter Vorgesetzter ist Korpskommandant Laurent Michaud, Chef Kommando Operationen der Armee. Auch Michaud trägt das sandfarbene Beret der Spezialkräfte.

Im Dezember 2018 fand im KSK eine doppelte Kommando-Übergabe statt, hier zum AZ KSK unter drei Obersten: Guerini (links) übergibt das Kommando an Daniel Stoll (rechts), in der Mitte Christoph Fehr.

Nicola Guerini und Bundesrat Adolf Ogi, gelernter Grenadier.

Dei Obersten im Generalstab. Von links Guerini, Fehr, Stoll.