BISS Bundesfeier 2 – Wehrpflicht + Armee-Prio!

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Im Tafeljura: Das Basler Inf Bat 97.

 

Vier Optionen lässt Bundesrätin Amherd zur Wehrpflicht prüfen. Das VBS-Arbeitspapier bestätigt: Nur die Beibehaltung der Wehrpflicht ist tauglich. Alles andere führt zum Ende der Milizarmee und zu einer wehrlosen, ohnmächtigen Schweiz.

Abstruse Optionen

  • Der sog. “Super-Bürgerdienst” und der “einfache Bürgerdienst” sind so abstrus, dass sie schon in der Verfassungsabstimmung scheitern. Der Widerstand vieler Frauen, kumuliert mit dem Nein wehrhafter Männer, schickt die Hirngespinste an der Urne bachab.
  • Die dritte Option, das “Norwegen-Modell” scheitert schon am freiwilligen Dienst für Ausländerinnen und Ausländer. Jeder und jedem ist es unbenommen, das Schweizer Bürgerrecht zu erlangen, um unserem Land zu dienen. Ausländer in der Armee? Das scheitert an Volk und Ständen; das kommt nicht.
  • Norwegen ist nicht die Schweiz. Norwegen unterhält eine top-gerüstete, schlanke Berufsarmee und ist mit der Schweiz überhaupt nicht zu vergleichen. Norwegen verteidigt im hohen Norden exponiertes NATO-Territorium gegen Russland. Die Luftwaffe umfasst jetzt schon 62 hochwertige Kampfjets, darunter zwei voll alimentierte F-35A-Staffeln; plus fünf P-3 Orion und vier C-130J-30 Hercules. Das “Norwegen-Modell” widerspricht der Schweizer Miliz. Auch kennt Norwegen den üblen Zivildienst nicht.

Wehrpflicht – nicht “Sicherheitsdienstpflicht”

Zur vierten Option wabert das unsägliche Wort “Sicherheitsdienstpflicht” durch die Gazetten. Wir müssen mit aller Kraft an der Wehrpflicht festhalten; das ist es, was wir brauchen; das ist es, was die Leute verstehen. “Sicherheitsdienstpflicht” ist ein sperriger Wortdreimaster. Wehrpflicht tut es auch und ist massiv besser.

Was will die vierte Option?

  • Allein Männer bleiben wehrpflichtig gemäss BV Art. 59, Abs.1:Jeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten.”
  • Keine Pflicht für Frauen.
  • Keine Ausländer in der Armee.
  • Armeeauftrag bleibt bestehen gemäss BV Art 58.
  • Zivilschutz und Zivis “werden zu einer Katastrophenschutzorganisation zusammengeführt” – noch so ein Wortdreimaster, womöglich fällt dem VBS noch ein treffenderes Wort ein.
  • Die Armee rekrutiert prioritär den Effektivbestand von 140’000 Mann.

Vorteile der Option Wehrpflicht

  • Die Armee hat Priorität. Ihr Bestand von 140’000 Mann ist garantiert.
  • Die Zivis werden endlich einer geführten Organisation unterstellt. Das bedeutet das Ende der amorphen Masse von derzeit über 60’000 Zivis.
  • Die Kantone stimmen zu. Ihr gravierendes Bestandesproblem beim Zivilschutz ist mindestens numerisch gelöst.
  • Auch staatspolitisch behält die Armee die Oberhand. Ihr geschichtlich in Jahrhunderten gewachsenes Fundament bleibt erhalten.
  • Die Option wird dem Volkswillen gerecht. 2012 hiessen 73% der Stimmenden und alle Stände (auch der Suisse romande) die allg. Wehrpflicht gut.

Missbrauch durch Zivis hätte ausgedient

  • Was sich Zivis leisten, ist gegenüber den jungen Schweizerinnen und Schweizern, die den harten, strengen Militärdienst auf sich nehmen, ein einziger Skandal. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

 

15 Uhr, Zivis am Seerhein. Angeblich betreiben sie ornithologische Studien im deutschen Wollmatinger Ried. Bald zotteln sie ab, in den Feierabend zu Muttern.

  • Wie sich die NZZ den “Dienst” der Zivis vorstellt, offenbart sie in einem unsäglich dummen Leitartikel. Der Autor, glühender Fürsprecher des Bürgerdienstes, will den Widerstand des gelernten Fachpersonals in Spitälern und Altersheimen vermeiden und schlägt doch tatsächlich als edlen “Dienst” vor: Der Zivi könnte ja im Altersheim Romane vorlesen. Ein Hohn für jede Frau und jeden Mann, der Militärdienst leistet!
  • Keine Antwort finden die Bürgerdienst-Advokaten zur Wettbewerbsverzerrung, die der Zivildienst zwangsläufig mit sich bringt: Welcher Bauer erhält einen Zivi? Welcher nicht? Welche Firma, welches Heim und so weiter?

Mit Waffe Armee, ohne Waffe Zivilschutz

  • Straff geführt, würde der vorgeschlagene Katastrophenhilfsdienst solchem Missbrauch den Riegel schieben. Allerdings käme auf die Zivilschutz-Führung eine Herausforderung zu: Neu unterstünde ihr nicht mehr nur der tüchtige Zivilschutz, sondern auch die (noch) amorphe Masse von Zehntausenden Zivis.
  • Zu vernehmen sind Vorschläge zur vertiefen Ausbildung der Zivilschutz-Majore und -Hauptleute; sobald diese aber eidg. Charakter annähmen, ist mit Widerstand aus Kantonen zu rechnen.
  • Die Idee der Fusion entspricht einem Vorschlag, den der kluge ex-Kommandant der Ter Div 4, Divisionär Kellerhals, vor langer Zeit schon äusserte: Wer zum Dienst mit der Waffe bereit ist, leistet Militärdienst. Wer nicht, kommt zum Zivilschutz; will aktuell heissen: zum erweiterten, mit dem Zivildienst fusionierten Zivilschutz.