BISS – Blond zu sein, ein Menschenrecht?

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Zu den Leistung der Schweizer Fussball-Elf schweigt des Sängers Höflichkeit. Es ist eh zu früh für eine abschliessende Beurteilung.

Aber ein Spruch des Trainers Petkovic darf nicht unwidersprochen bleiben: Als Xhaka und Akanji in Rom einen Coiffeur einflogen, der ihnen die Haare blond färbte, hätten sie nur ein “Menschenrecht” ausgeübt. Die Haare blond oder schwarz zu tragen, gehöre zu den “Menschenrechten”.

Wie so oft, wie auch nach den Doppeladlern von 2018, kommt die Kommunikation der Schweizer Fussballer schief daher. So wie es Sprachebenen gibt (Antlitz, Gesicht, Visage), argumentieren wir auf mehreren Ebene – am besten auf der angemessenen.

Die erste, grundlegende Formulierung der Menschenrechte erfolgte 1776 in der Virginia Declaration of Rights:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräusserlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind.“

Der würdige Text sagt alles. Dass jetzt ein Fussball-Trainer eine Kapriole seiner Stars mit den Menschenrechten rechtfertigt, belegt eigentlich nur den Zustand, in dem sich Petkovic und sein Team nach dem Italien-Spiel befanden. Doch “schaun mer mal”, was am Wochenende passiert, ohne Prognose, unvoreingenommen.

Granit Xhaka, der einzige Captain an der EM, der die Nationalhymne nicht singt (ausser dem Spanier, aber Spaniens Hymne fehlt ein Text).