BISS – Bidens “Wir jagen euch”: Wer’s glaubt …

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Biden bei einem seiner häufigen Aussetzer.

 

  • Elf Tage nach Amerikas schwerster Niederlage seit Vietnam spuckt Joe Biden schon wieder grosse Töne. Der afghanischen ISIS-Provinz Khorashan ruft er zu: “Wir üben Vergeltung, wir jagen euch!”
  • Ausgerechnet der Präsident, der den Rückzug aus Afghanistan derart vermasselte, dass die USA jetzt in der schwierigsten Notevakualtion seit Saigon 1975 zu retten suchen, was noch zu retten ist.
  • Exakt der Herr im Weissen Haus, der die Schuld seinem Vorgänger in die Schuhe schiebt, der selber aber acht Jahre der Vize des Präsidenten Obama war, der das Verhängnis 2014 mit der Ankündigung einleitete, Amerika werde Afghanistan verlassen (wobei Donald Trump seine Unterhändler am 29. Februar 2020 einen “Friedensvertrag” unterzeichnen liess, der nicht die Tinte wert war, die in Doha geflossen war).

Was ist militärisch von Bidens Drohung zu halten?

Das Schicksal von ISIS-Khorashan hängt in wenigen Tagen nicht mehr direkt von den USA ab, sondern von den Taliban. Ihre Führung entscheidet, wie sie mit dem ISIS in ihrem Land umspringen will. Den USA bleiben weit weniger Optionen als auf dem Höhepunkt ihrer Präsenz in Afghanistan. Sie können einsetzen:

  • die CIA und ihre Geheimdienste, aber unter weit schwierigeren Prämissen;
  • ihre Spezialkräfte, die es gewohnt sind, hinter feindlichen Linien zu operieren und in Afghanistan seit ihrem Anfangssieg vom Oktober 2001 über 20 Jahre Kriegerserfahrung verfügen;
  • ihre Kampfjets und Bomber, die von Flugzeugträgern im Arabischen Meer und von Stützpunkten in der grösseren Region aus operieren;
  • ihr Drohnen-Kommando, das seit längerer Zeit Terroristen erfolgreich bekämpft (in lebhafter Erinnerung ist der Anschlag auf den iranischen Generalmajor Soleimani am 3. Januar 2020 bei Bagdad).

Nur: Geht es das mit einem derart schwachen Chef?

Was immer seine Präsidentschaft noch bringt: Joe Biden geht in die amerikanische Geschichte ein als der Chef,

  • der einen zugegeben anspruchsvollen Rückzug völlig verhaute;
  • der die eigenen Geheimdienste nicht ernst nahm, weil ihre Erkenntnisse nicht seinem Wunschdenken entsprachen;
  • der noch zwei Tage vor der Katastrophe glaubte, er habe noch 90 Tage Zeit;
  • der das Vertrauen seiner Alliierten von Fernostasien bis zur NATO-Ostfront schwer erschütterte;
  • der die Vizepräsidentin Harris ernannte, die ihm “als die letzte Person, die jeweils sein Büro verlässt”, miserablen Rat erteilt.

Und der Mann will die hartgesottenen, fanatischen ISIS-Terroristen jagen, die ihm soeben vor Augen führten, zu was sie – leider – immer noch fähig sind; mit ihrer verbrecherischen Suizid-Taktik.

Wer Biden glaubt, zahlt einen Taler.