BISS – Biden: ein Mann, ein Wort?

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Versprecher? oder ehrliche Unterstützung für Taiwan?

Präsident Bidens doppeltes Ja zu Amerikas militärischer Unterstützung der Republik Taiwan braucht hier nicht auch noch zitiert zu werden. Der Oberbefehlshaber der stärksten Armee sprach den Nationalchinesen klipp und klar Hilfe zu – für den Fall, dass Rotchina zuschlägt.

Seit Richard Nixon im Februar 1972 nach Peking flog, hat kein Präsident Taiwan das amerikanische Eingreifen so vorbehaltlos versprochen. Ein Mann, ein Wort.

Politiker und Kommentatoren zweifeln Bidens Wort an. Chinas Machthaber lassen keinen Zweifel offen: Spätestens 2049, zum 100. Jahrestag der Volksrepublik, “holen sie die 23. Provinz Taipeh heim.” Nüchtern betrachtet, ist der politische Willen der USA, die Annexion auch bewaffnet zu verhindern, die einzige Garantie für Taiwans Überleben.

Alles andere wäre die Kapitulation und eine unerhörte Kalamität:

  • Wenn Rotchina nicht mehr mit Amerikas Härte rechnen muss, nimmt seine Armee Taiwan früher oder später in Besitz – spätestens in 28 Jahren.
  • Sollte der mächtigste Mann der Welt seiner Sprache nicht mehr mächtig sein, wäre das nicht nur peinlich, es wäre verhängnisvoll. Wenn er Ja sagt, dann ist es Ja. Punkt. Fertig.

Das gilt auch für die “christliche Seefahrt”:

Hotspot Südchinesisches Meer. Grün die ominöse neun Striche der “nine dotted line”, des chinesischen Machtanspruchs.

Allein die US Navy hält die Wasserstrassen durch das Südchinesische Meer offen – von Singapur in Richtung der Verbündeten Taiwan, Japan und Südkorea.

1972: Richard Nixons Ankunft in Peking. Links Pat Nixon. Mit Nixon begann Amerikas China-Politik “der Mehrdeutigkeit”.