BISS – Arabisches Grossmanöver mit Israel

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Israels Kriegsmarine umfasst vorrangig die Atom-U-Boote der Dolphin-Klasse, die mit der Luftwaffe und den Jericho-Raketen die nukleare Triade bilden, plus starke, schnelle Patrouillenboote und Korvetten der Saar-Klasse (Bild).

Rund um die Arabische Halbinsel und im Norden des Indischen Ozeans begann am 1. Februar 2022 das Seemanöver „IMX 22“, an dem laut Angaben des Kommandos 9‘000 Seeleute und 50 Schiffe aus 60 Nationen ihre Kräfte messen. Der Anlass gilt im Mittleren Osten alle zwei Jahre als vornehmlich arabisches Grossereignis mit markanter Beteiligung der amerikanischen 5. Flotte, die in Bahrain stationiert ist. Parallel zu „IMX 22“ läuft im Mittelmeer das Manöver „CUTLASS“ der 6. Flotte.

“AMX“ beschlägt den Nordindischen Ozean, den Golf von Oman, das Arabische Meer, den Arabischen Golf, das Tor der Tränen (Bab el-Mandeb) und das Rote Meer bis zum Suezkanal.

Neu ist dieses Jahr die Teilnahme der israelischen Kriegsmarine. 2020 schlossen Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate in den Abraham-Abkommen Frieden mit Israel. Somit steht Israels Teilnahme an „IMX 22“ nichts mehr im Weg.

Die israelische Führung stellt im Manöver eine ihrer Korvetten der Saar-Klasse. Mit den Dolphin-Atom-U-Booten und starken, schnellen Patrouillenbooten bilden die Korvetten das Rückgrat der israelischen Marine, im Land genannt auch „die stille Kraft“, weil sie ihre Erfolge – im Gegensatz zur Luftwaffe und zum Heer – oft unspektakulär, lautlos erzielt.

Wie der israelische Generalstab mitteilt, konzentriert sich Israels „IMX“-Engagement auf das Rote Meer, das für Israel strategisch schwer wiegt, weil es den Zugang zum Golf von Eilat und somit zum Südhafen des Landes beherrscht.

Ihre Abwesenheit meldeten Kuwait und Katar. „IMX“ dauert bis zum 18. Februar 2022.

Der Premier von Bahrain, Prinz Salman bin Hamad Al-Khalifa und Vizeadmiral Brad Cooper, Befehlshaber U.S. Naval Forces Central Command, am 31. Januar 2022 in Bahrain.

Robotik hält Einzug

Als vorrangigen Manöverzweck nannte Vizeadmiral Brad Cooper, Befehlshaber US Naval Forces Central Command, das intensive Training der Interoperabilität unter den Flotten, welche die 50 Schiffe stellen. Ausserdem soll in internationalem Rahmen die Robotertechnik erprobt werden, die nun auch in die maritime Kriegführung Einzug hält.

Commander Kenyatta Martin and Commander Tom McAndrew vom „IMX“-Führungsstab bezeichneten Roboter als „Chance zur schnellen Entdeckung, Ortung und Bekämpfung gegnerischer Mittel“.

Die US Navy testet die Überwasserdrohnen Devil Ray T-38 und Mantas T-12, die Flugdrohnen MQ-Triton und Switchblade 300.