BISS 2 – “Politik ist kein Ponyhof”

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Der Titel könnte auch lauten: “Tages-Anzeiger zum Zweiten!” Denn heute, am 14. Mai 2022, empört sich dessen linke Kampffront derart über den Nationalrat, dass der GSoA-Leitartikel auf Seite 2 nicht genügt: Auf der Titelseite und der ganzen Seite 3 lassen sich zwei Chefs des “Mobs”, die Herren Loser und Poletti, über die angebliche Ausgrenzung von Frauen in der MIlitärpolitik aus.

Auslöser ist der Beschluss des Nationalrats, das Armeebudget aufzustocken.”Grosser Ärger nach der Debatte an der Sondersession über die Aufrüstung der Armee”, heisst es im Aufmacher des Samstagblatts. Und auf der Seite 3: “Wer nicht in der Rekrutenschule war, der kann auch nicht übers Militär mitreden. Dies denken heute immer noch viele Männer.” Solche Männer sind laut Tagi: “Thomas Hurter, ehemaliger Militärpilot, SVP-Nationalrat.”, “Nationalrat Alois Gmür (Mitte), im Ständerat der ehemalige “Ratspräsident Alex Kuprecht (SVP)”.

Als Zeuginnen führen die erklärten Armeeabschaffer an: Flavia Wasserfallen (SP), Marionna Schlatter (GP), Min Li Marti (SP), Evi Allemann (SP), Priska Seiler Graf (SP), Maya Graf (GP), Liza Mazzone (GP) und Cécile Bühlmann (GP) – das vereinigte Kollektiv der rot-grünen Frauen, die sich durch militärischen Unsinn hervortun.

In einem einzigen Satz gelangt die Aargauer Mitte-Nationalrätin Marianne Binder zur Gegenrede: “Politik ist kein Ponyhof”. Wie wahr.

Die Essenz des klotzigen Tagi-Auftritts lautet: Sobald eine Frau ihre armeekritische Meinung äussert, wird ihr die Kompetenz abgesprochen. Doch so einfach ist das nicht. Unabhängig davon, ob jemand eine RS gemacht hat oder nicht, darf zu einem Kernauftrag der Eidgenossenschaft, zur Verteidigung von Volk und Land, verlangt werden, dass die Politikerin die Materie kennt.

Der russische Uralt-Trainer Yak 130.

“Wie aus dem Gesiht geschnitten” die Kopie, der M346, den uns PSG aufschwatzen wollte.

Doch von den beiden Zürcher Galionsfiguren Schlatter und Seiler Graf (PSG) bekommen wir seit Jahren Sottisen vorgesetzt. Unvergessen bleibt Seiler Grafs Besuch in den Leonardo-Werken, wo man ihr den M346 als Schweizer Kampfjet andrehen wollte. Ob sie wusste, dass es sich beim M346 um den Nachbau des russischen Yak-130 handelt, ist nicht bekannt. Jedenfalls hätte sich die Schweiz vor aller Welt blamiert, wäre die Armasuisse auf die Kopie des russischen Uralt-Trainers hereingefallen.

Aus der Hüfte schiessend, propagieren neuerdings Politikerinnen und Politiker inklusive der VBS-Chefin die “Annäherung an die NATO”, was immer das heisst. Wer eine leise Ahnung vom Nordatlantikpakt hat, der weiss, dass in dessen Hauptquartier das römische Wort gilt: do ut des, wer gibt, dem wird gegeben. Die einzige Währung, die im Bündnis zählt, ist Kampfkraft. Wer militärisch als Stümper daherkommt, den nimmt die NATO nicht ernst. Er gilt nichts, er wird relegiert.

Um zu erkennen, wie oberflächlich PSG ihre Militärpolitik betreibt, muss man sich vor Augen führen, wie scheel die Schweiz angesehen würde, hätte sie sich statt für den besten Jet, den F-35, für den M346 entschieden. Das aber hat mit Frau Seiler Grafs Geschlecht nicht, überhaupt nichts zu tun. Es rührt einzig und allein daher, dass ihr jede und jeder, dem unsere Armee am Herzen liegt, in den Arm fallen muss, wenn sie mit ihren Dummheiten loslegt.

Kein Zufall ist, dass sie auf die unsägliche “Rundschau”-Polemik hereinfiel, der F-35 bombardiere Flugplätze bei Prag; oder jetzt wieder, der Jet diene der atomaren Teilhabe – in einer Armee, die noch nie einen einzigen atomaren Gefechtskopf sah, geschweige denn je erwerben will.