Trumps Afghanistan-Verrat auf Bidens Prüfstand

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Ohne Amerikas starke Präsenz stehen in Afghanistan den Taliban (hier mit Panzerfaust) Tür und Tor offen.

Donald Trump beunruhigte seine NATO-Partner nicht nur durch seine Zweifel an Amerikas Bündnistreue gemäss Artikel 5 der Charta. Er verärgerte sie zudem durch eine Reihe von erratischen Alleingängen. Dazu gehörten der Verrat an den Kurden in Nordsyrien und der massive Truppenrückzug aus Afghanistan. Am Hindukusch wollte Trump gerade noch ein Regiment mit 2500 Mann belassen, was den Taliban den militärischen Sieg offeriert.

Unterbindet Biden den Siegeszug der Taliban?

Mit Spannung wird deshalb im Bündnis Bidens Vorgehen erwartet. Im Fokus steht das von Trump geschlossene Abkommen mit den Taliban, das einen Abzug aller internationalen Truppen bis Mai 2021 in Aussicht stellt.

Bidenhat bereits angekündigt, die Vereinbarung auf den Prüfstand zu stellen. Er will prüfen, ob die Taliban ihre Verbindungen zu terroristischen Gruppen beendet, die Gewalt in Afghanistan reduziert und sich auf ernsthafte Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung eingelassen haben.