Augenschein bei Schweizer UNTSO-Beobachtern

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Siehe auch > Divisionär Gauchat wird UNTSO-Kommandant und Was muss die UNTSO können?

Auf OP 56: Major (heute Oberst) Hansjörg Fischer, ein erfahrener “Peacekeeper”.

Fischer mit seinem Kameraden, Hauptmann Claudio Grass.

Naqurah: Alexis de Courten (damals Hauptmann) mit einem chinesischen UNO-Beobachter.

Als mich der Stab des Info Rgt 1 als Rgt Kdt verabschiedete, schenkte er mir eine Bahnfahrt von Damaskus nach Ammann, verbunden mit einem Libanon–Syrien–Jordanien-Programm – das mit einem Augenzwinkern: “Flieg nicht immer nur nach Israel!”

  • Der Stab hatte eine vorzügliche Idee. Die ausgedehnte Reise gab – in Kooperation mit SWISSINT – Einblick in das Engagement der Schweizer UNTSO-Beobachter.
  • SWISSINT kommt in der UNTSO seit Jahrzehnten eine tragende Rolle zu. Stans-Oberdorf stellt in der Regel 15 neutrale UNO-Beobachter, deren gründliche, kompetente Arbeit von allen Frontstaaten sehr geschätzt wird.
  • Jetzt stellt die Schweizer Armee in der Person von Divisionär Patrick Gauchat sogar den UNTSO-Kommandanten – eine verdiente Anerkennung seiner Arbeit, aber auch des Einsatzes mittlerweile vieler Schweizer Offiziere im explosiven Nahen Osten.
  • Auf unserer Reise wurden wir bestens in die UNTSO eingeführt von Alexis de Courten (Libanon), Hansjörg Fischer und Claudio Grass (Syrien).

BILDER VOM AUGENSCHEIN

Trister Start im vom Bürgerkrieg zerstörten Beirut.

Blick vom HQ Naqurah aufs Rosh Hanikra, den Grenzpunkt Israel/Libanon am Mittelmeer.

Fahrt auf der ECHO-Road nach Syrien

Die berühmte ECHO-Road, die UNO-Strasse direkt entlang der Grenze Israel/Libanon.

Erbeuteter Hisbollah-Panzer > T-55.

Einer der vier UNO-Patrouillen-Stützpunkte. Einer, ganz im Osten, wurde 2006 von der israelischen Luftwaffe mit einer 500-kg-Bombe zerstört.

Am Horizont der dominierende Berg, der 2814 Meter hohen Hermon, von dem Israel Damaskus beobachtet. Vorne gewunden die ECHO-Road.

Höhe- und Schlusspunkt der ECHO-Fahrt: An Israels nördlichstem Punkt, bei Metulla, erreicht die UNO-Strasse die Grenze direkt. Der Zaun ist schon israelisch, die Säulen sind arabisch.

Auf dem syrischen Golan: OP 56 + 62

Grass auf dem OP (Beobachtungsposten) 56. OP steht für Observation Point.

Hier griffen am 13. Oktober 1973 zwei irakische T-55- und T-62-Divisionen Israel an – und wurden in einer Cannae-Umfassung vernichtet.

OP 62: Autor (und Fotograf der anderen Bilder).

Sichtbar vom OP 62: Der UNO-Demarkationspunkt 412.

 

In der menschenleeren Grenzstadt Kuneitra

Syriens Flagge über Kuneitra. Die Stadt wurde in den Kriegen 1967 und 1973 zerstört und von Syrien nicht wieder aufgebaut.

Blick nach Israel: Der Tel Avital, einer der vorgeschobenen Stützpunkte, von denen aus Israel in die Tiefe des syrischen Golans schaut.

Am legendären Alpha-Tor, dem einzigen, (meist) offenen Übergang Israel/Syrien. Ein Rotkruez-Lastwagen bringt frische Äpfel von Galiläa und vom israelischen Golan nach Syrien.

Ammann, Jordanien

Oberstleutnant Tarek, unser kundiger, generöser Gastgeber in Jordanien, Berufsoffizier und Militärrichter; aus einem dem königlichen Hof nahestehenden Familie.